"Viele Ideen umgesetzt"

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Neben Sitzungen stehen auch Unternehmungen in der Freizeit immer wieder auf dem Programm des Jugendrates.

Prien - Die Jugendlichen in Prien haben seit zwei Jahren ein Sprachrohr: den Jugendrat. In diesen Tagen geht die erste Wahlperiode zu Ende.

Ein Fazit zieht Vorsitzender Lukas Seebrecht: "Der Jugendrat konnte viele Ideen umsetzen und arbeitete äußerst erfolgreich."

Mit im Boot sitzen bereits viele Kinder und Jugendliche. Doch Verstärkung können sie immer brauchen. So hoffen sie, dass weitere Altersgenossen Interesse zeigen und am morgigen Freitag in den großen Kursaal kommen. Von 18 bis zirka 20.30 Uhr wird der Jugendrat neu gewählt.

Alle Jugendlichen besitzen sowohl ein aktives als auch ein passives Wahlrecht. Jeder darf kandidieren und kann sich in Form einer kurzen Rede den Wählern vorstellen. Der Vorstand freut sich über jeden Kandidaten. "Die Jugendratswahl bietet euch eine einzigartige Möglichkeit, demokratische Grundprozesse kennenzulernen", sagt Seebrecht. Neben der Wahl habe man aber auch die Möglichkeit, Probleme, Anliegen, Anregungen und Wünsche einem breiten Publikum - einschließlich dem Bürgermeister - vorzutragen.

Vor über zwei Jahren hatte die Marktgemeinde Prien beschlossen, den Jugendrat zu gründen. Er vertritt die Interessen aller Priener Jugendlicher und bildet ein politisches Sprachrohr auf gemeindlicher Ebene.

Eine positive Bilanz zieht Vorsitzender Seebrecht: "Seit seinem Bestehen konnte der Jugendrat viele Ideen umsetzen und arbeitete äußerst erfolgreich. Besonders stolz sind wir auf das Ausarbeiten einer Satzung (unserer Rechtsgrundlage), die Organisation bei dem erfolgreichen Sommer-Open-Air-Event 'Rhymes N' Kickflips' oder auch auf unser letztes Projekt, die 'Bad-Taste Party' in der 'Hacienda'." Zurzeit befasse sich das Gremium "intensiv mit dem visionären Thema 'Nachtexpress Chiemgau', einer Nachtlinie, die allen Jugendlichen das 'Weggehen' erleichtern und vor allem sicherer machen soll".

Der Jugendrat trifft sich zirka einmal im Monat zu einer Sitzung im Rathaus. Unterstützung erfährt er von Jugendreferentin Eleonore Pelzl und Gitti Plank von der offenen Jugendarbeit Prien. Seebrecht: "Getreu unserem Motto 'Wir reden mit' betreiben wir seriöse Jugendpolitik, dass der Spaß aber dennoch nicht zu kurz kommt, beweisen die meist sehr lustigen Sitzungen und viele Jugendrat interne Ausflüge wie die Übernachtung auf einer Berghütte oder einem Pizzaessen."

Erst in diesen Tagen hat der Jugendrat einen weiteren Schritt in Richtung einer dauerhaften Einrichtung vollzogen. Ganz offiziell hat er jetzt eine Satzung bekommen. Hatte er die Regeln für seine Arbeit im Grundsatz schon längst für sich aufgestellt und umgesetzt, so gab nun der Marktgemeinderat offiziell seine Zustimmung - womit das Gremium jetzt eine rechtliche Basis hat.

In den Bestimmungen für den Jugendrat ändert sich mit der erlassenen Satzung nicht viel. Eine Neuerung betrifft die Größe des Gremiums. In den Jugendrat werden nun nicht mehr wie bisher nur sieben, sondern neun Mitglieder gewählt: fünf Vertreter aus der Altersgruppe 14 bis 16 Jahre und weitere vier aus der Altersgruppe von 17 bis 19 Jahre. Außerdem gibt's ab sofort auch einen Beauftragten für die Öffentlichkeitsarbeit.

Weitere Informationen über den Jugendrat stehen im Internet unter www.prien.de/de/main/jugendrat.htm.

pü/Chiemgau-Zeitung

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