Vier gleichberechtigte Fachbereiche

Bad Endorf – Die Gemeindeverwaltung von Bad Endorf erfährt unter dem Aspekt eines zukunftsorientierten Handelns eine durchgängige Modernisierung, die kontinuierlich Zug um Zug umgesetzt werden soll.

Dies ist der Ausfluss einer fundierten und professionellen Beratungsstudie, die auf Initiative der Ersten Bürgermeisterin Gudrun Unverdorben durch den Marktgemeinderat 2010 in Auftrag gegeben wurde.

Bad Endorfs Bürgermeisterin Gudrun Unverdorben.

Die strukturelle Umsetzung der Ergebnisse des Gutachtens erfolgte bereits zum 1. Mai mit der vierzügigen Neuausrichtung des Verwaltungsaufbaus. Auf dem neuen Rathaus-Organigramm gliedern sich der Bürgermeisterin und der Geschäftsleitung die vier gleichberechtigten Fachbereiche „Hauptverwaltung“, „Finanzwirtschaft“, „Bauamt“ und „Touristik“ an. „Durch ein Mehr von Eigenverantwortlichkeit und die unmittelbare Anbindung der Fachbereiche an die Rathausleitung erfahren diese eine deutliche Stärkung“, erläutert Geschäftsleiter Matthias Maier das neue System.

Als ein wichtiger Eckpfeiler wird von der Rathausleitung eine intensive Kommunikation nach innen und außen wie bei modern ausgerichteten Unternehmensstrukturen angestrebt. "Wir wollen die bestmögliche Umsetzung des Organisations-Gutachtens, die im Konsens mit den Beschäftigten erfolgen wird", bringt es Bürgermeisterin Unverdorben auf den Punkt. Ihren Aussagen nach soll die räumliche Umsetzung der Neustruktur im Laufe des Jahres als nächster folgerichtiger Schritt in Angriff genommen werden.

Rückblick: Im Rahmen der Januar-Sitzung des Bad Endorfer Gemeinderats wurde den Kommunalpolitikern der aktuelle Durchführungsstand eines richtungsweisenden und zukunftsorientierten Projektes mitgeteilt, mit dem die Gemeindeverwaltung mittelfristig eine moderne Verwaltungsstruktur erhalten soll. Nathaly Dahms von der Beratungsfirma Federas für Verwaltung und Wirtschaft erläuterte den Projektstand, basierend auf einer dezidierten Vor-Ort-Prüfung im Sommer letzten Jahres. Eingangs ihres 80-minütigen Sachvortrages betonte sie, dass das erstellte Gutachten als eine Orientierungsmöglichkeit und als Handwerkszeug für die Gemeindeleitung zu verstehen sei. "Wer etwas will, findet 100 Wege, wer etwas nicht will, findet 1000 Gründe".

Ihren Erläuterungen nach wurde letzten Jahres zu Beginn eine mehrmonatige Ist-Erhebung durchgeführt. Dabei erfolgte unter anderem eine eingehende Prüfung der Aufbauorganisation der Verwaltung, der Arbeitsplätze-Struktur samt Tätigkeitsbereiche sowie der infrastrukturellen Gegebenheiten. Dem folgte die Aushändigung eines 40-Punkte Empfehlungskataloges samt so genannten "Ampelfunktionen" von Rot (aktueller Handlungsbedarf) bis Grün (geringfügige Anpassungen). Ergänzt wurde dies von begleitenden und konkreten Optimierungsvorschlägen.

Besonders angetan zeigte sich die Prüferin von dem hohen Motivationsgrad der Gemeindeangestellten: "So ein hohes Engagement samt Identifikationsgrad findet man selten." In ihren weiteren Ausführungen ging Dahms auf die 40 Handlungsempfehlungen ein und erläuterte diese in Verbindung mit kurzen, mittel- und langfristigen Lösungsmöglichkeiten. Ein Schwerpunkt war hierbei auch die Aufbauorganisation der Gemeindeverwaltung mit Vorstellung der Personalbedarfsermittlung.

Eine Evaluierung vor Ort im Herbst schließt das begleitende Beratungspaket ab. Hiermit soll dann der Stand der ausgesprochenen Empfehlungen und Veränderungen auf deren Umsetzungen hin überprüft werden: "Der Erfolg basiert auf Teamarbeit von der Gemeindeleitung über die Gemeindeangestellten bis hin zum Gemeinderat. Sie sitzen alle in einem Boot und müssen möglichst im gleichen Takt in die gleiche Richtung rudern, die Voraussetzungen sind hierzu in Bad Endorf wirklich gut, also packen Sie an", schloss Dahms ihre Bestandsanalyse.

tn/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © re

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser