Die Vorstellungen zu Papier gebracht

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Jetzt steht der Entwurf: Gestalt angenommen hat der Bebauungsplan für die Chiemseestraße.

Bernau - Weiter vorangetrieben hat der Gemeinderat in Bernau seine Pläne an der Chiemseestraße. Man plant nach wie vor, ein neues Ortszentrum zu schaffen.

Das Herzstück ist der Bau des Rathauses an der Einmündung der Widholzer- in die Chiemseestraße. Nach bereits einigen Diskussionen hat das Gremium nun seine Vorstellungen schwarz auf weiß zu Papier gebracht und den Entwurf für einen Bebauungsplan aufgestellt.

Nicht nur den Bau des Rathauses nimmt der Gemeinderat schon seit geraumer Zeit ins Visier. Gleichzeitig setzt er sich zum Ziel, die Umgebung zu entwickeln. Und in diesem Zusammenhang geht sein Blick in den Kurpark, auf den alten Sportplatz und auf die Erbbaugrundstücke der Kommune, die auf Höhe des Ärztehauses auf der gegenüberliegenden Seite der Chiemseestraße liegen.

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Für Diskussionen in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates sorgte unter anderem die Frage, wie hoch denn die Wohn- und Geschäftshäuser einmal gebaut werden dürfen, die auf den Erbbaugrundstücken direkt an der Straße ermöglicht werden. Das Gremium war schließlich der Meinung, die Wandhöhe auf acht Meter zu begrenzen - was nun bedeutet, dass diese Gebäude nicht die Höhe des Ärztehauses auf der anderen Seite der Chiemseestraße erreichen dürfen. Der Gemeinderat entschied sich für diese etwas niedrigere Bauweise, obwohl Investoren vermutlich gerne höher bauen würden.

Sepp Genghammer (Bündnis 90/Die Grünen) - er stimmte am Ende als einziger Gemeinderat gegen den Entwurf des Bebauungsplanes - regte an, nicht den Parkplatz auf dem alten Sportplatz zu vergrößern, sondern stattdessen weitere Stellplätze auf der anderen Seite der Chiemseestraße zu schaffen. Mit einer Querungshilfe könne dann der Übergang für die Fußgänger erleichtert werden. Bürgermeister Klaus Daiber entgegnete ihm, dass sich der Gemeinderat bereits gegen diese Vorgehensweise ausgesprochen habe. Und vor allem: Einen weiteren Übergang "bekommen wir nicht", so der Rathauschef. Und Christian Hügel (CSU) ergänzte: "Dort werden wir sowieso Parkplätze brauchen, wenn wir Wohn- und Geschäftshäuser planen."

Abreißen lässt die Gemeinde die Lesehalle an der Widholzerstraße. Eduard Wierer (Überparteiliche Wählergemeinschaft) forderte, das Baurecht an dieser Stelle mit dem Abbruch nicht verfallen zu lassen, sondern stattdessen zu erhalten. Wierer - er ist Vorsitzender des Verkehrsvereins, dem der Grund gehört - regte an, ein Baufenster im Plan einzuzeichnen. Genauere Angaben über die Art, die Größe und die Funktion eines in diesem Bereich dann grundsätzlich möglichen Gebäudes machte er jedoch nicht - was andere Gemeinderäte kritisierten. Hügel forderte Wierer auf, sich Gedanken zu machen und dann klare Vorstellungfen zu äußern: Wenn der Verkehrsverein eine "sinnvolle Idee" bringe, dann könne man im weiteren Verfahren für die Aufstellung des Bebauungsplanes immer noch ein Baufenster einzeichnen.

pü/Chiemgau-Zeitung

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Quelle: rosenheim24.de

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