Förderzentrum: Wände raus für neue Klassenräume

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Prien - 2,4 Millionen Euro lässt sich der Landkreis Rosenheim den Umbau seines Förderzentrums kosten. Einen Teil des Geldes wird er als Zuschuss zurückbekommen.

In den Osterferien haben im ehemaligen Priener Goethe-Institut (GI) die Arbeiten begonnen.

Im südlichen Teil des Wohntrakts, wo früher die Sprachstudenten aus aller Welt in Einzel- und Doppelzimmern Quartier bezogen, sind Mitarbeiter von drei Fachfirmen zunächst auf allen drei Etagen damit beschäftigt, Wände herauszureißen, Wasserrohre der Nasszellen auszubauen und Leitungen zu entfernen, die nicht mehr gebraucht werden. Bis Juli wird es dauern, dann soll dieser Teil des Gebäudekomplexes bezugsfertig sein, sagte Ulrich Zimmermann von der Bauabteilung des Landratsamtes beim Ortstermin mit der Chiemgau-Zeitung.

Aus drei Studentenappartements wird ein Klassenzimmer. Die Zwischenwände sind schon weg, nur ein Teil der Wasserleitungen der früheren Nasszellen (links im Vordergrund) erinnert noch an frühere Zeiten.

Dann kann die Verwaltung dorthin ins Erdgeschoss umziehen, denn aus deren Büros im Osttrakt wird ein zusätzliches Klassenzimmer. Auch die Empfangstheke am Haupteingang, ein Relikt aus GI-Zeiten, muss im Sommer weichen, weil an dieser Stelle ein Werkraum eingerichtet werden soll.

Zuvor werden jetzt im ersten Bauabschnitt im ehemaligen Appartementtrakt in der Hauptsache Fachräume entstehen - für Physik und Chemie, Rhythmik, Computerunterricht (IT), textiles Gestalten und eine Lehrküche - alles maßgeschneidert für schulische Erfordernisse. Deshalb müssen beispielsweise auch die Türen verbreitert werden, weil die alten Durchlässe nicht der Schul-Norm entsprechen, und Schallschutzdecken eingebaut werden. Immerhin kann der Landkreis eine der früheren Gemeinschaftsküchen der Goethe-Studenten im Obergeschoss nutzen. Sie kommt dem künftigen Lehrerzimmer zugute.

In den Sommerferien will der Landkreis die Arbeiten soweit fortsetzen, dass zwei bisher ausgelagerte Klassen aus Söchtenau und eine sogenannte Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) aus Neukirchen am Simssee in neue Räumlichkeiten nach Prien ins Haupthaus umziehen können.

Im Herbst soll dann der nördliche Teil des alten Wohntrakts in Angriff genommen werden. Dort sind unter anderem neue Sanitäranlagen vorgesehen, insbesondere für die Kleinsten aus den beiden SVE - neben der aus Neukirchen ist bereits eine solche Gruppe im Haus.

Die Außenanlagen werden voraussichtlich erst im nächsten Jahr umgestaltet. An der Westseite des Gebäudekomplexes wird eine Spielstraße entstehen, unter anderem mit Kletternetzen. Auf der Nordseite ist ein Kleinfeld-Sportplatz geplant.

Dirk Breitfuß (Chiemgau-Zeitung)

Rubriklistenbild: © Berger

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