40. Wallfahrt zur Ölbergkapelle

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Aschau/Sachrang - Eines ungebrochen starken Zuspruchs kann sich die Bayrisch-tirolische Wallfahrt zur Ölbergkapelle von Sachrang erfreuen.

Auch heuer waren trotz unsicherer Witterung viele Gläubige, Vereine, Gebirgsschützen und Ehrengäste beiderseits der Landesgrenzen gekommen. Hauptzelebrant war bei der heurigen 40. Wallfahrt S. G. Hochwürdigster Abt Petrus Höhensteiger OSB vom Kloster Schäftlarn.

Wallfahrt zur Ölbergkape​lle

Vor 40 Jahren waren es der Rosenheimer Verleger Alfred Förg und der Sachranger Hans Pumpfer, die die Wallfahrt wieder zu neuem Leben verhalfen. Ursprünglich war es der Sachranger Peter Huber (Müllner-Peter), der sich nach dem Tod seiner Frau der dem Verfall preisgegebenen Ölbergkapelle widmete und die Wallfahrt begründete. Doch in der Zeit um 1850 kam die Wallfahrt wieder in Vergessenheit. Bürgermeister Werner Weyerer von der Gemeinde Aschau dankte deshalb Hans Pumpfer als Vorsitzenden des Freundeskreises Müllner-Peter ganz besonders für dessen vier Jahrzehnte anhaltendes Engagement.

Weiters bat der Bürgermeister, dass die Wallfahrt auch fortan Sinnbild sein möge für gute Nachbarschaft und Freundschaft zwischen Bayern, Tirol und Südtirol und dass sich dessen Bewohner weiter für Freiheit, Glauben und Rechtsstaatlichkeit einsetzen mögen. Abt Petrus Höhensteiger bezeichnete es als Freude und Ehre zugleich, die Jubiläumswallfahrt mitgestalten zu dürfen. „Entgegen mancher Thesen von Religionskritikern, die sich dieser Tage gerade wegen des bevorstehenden Papst-Besuches in Deutschland verstärkt melden, sind Christen keine Minderheit“, so der Abt zu der großen Schar von versammelten Christen. In seiner Predigt bezeichnete es der Abt als existentiell wichtig, durch Beten, Singen und Schweigen den Herrn in sein Innerstes zu lassen.

„Beten und Wallfahren können wir nicht mittels noch so tüchtiger Techniken und auch nicht ähnlich dem Online-Banking. Uns muss immer gegenwärtig sein, woher wir kommen und wer wir sind. Eine Wallfahrt ist kein religiöses Event, sondern ein immer wieder von neuem mit guten Traditionen erfüllter Beitrag zum Leben“, so Abt Petrus Höhensteiger. Die musikalische Gestaltung übernahmen die Riederinger Sänger, die Aschauer Alphornbläser, die Blaskapelle Aschau und der Müllner-Peter-Chor des Freundeskreises unter der Gesamtleitung von Sebastian Weyerer aus Prien.

Quelle: rosenheim24.de

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