Wasser von guter Qualität

+
Die Wasserversorgung von Prien und Rimsting lässt sich auf dem Bildschirm verfolgen - und damit auch kontrollieren. Wassermeister Johann Gaßbichler steuert und überwacht die Anlage.

Prien - Keinerlei Probleme mit dem Trinkwasser gibt es für den Markt Prien und die Gemeinde Rimsting.

Es sei in ausreichender Menge und guter Qualität vorhanden, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Zweckverbandes Wasserversorgung Chiemseegruppe Rimsting, Bürgermeister Josef Mayer, im Rahmen der Verabschiedung des Haushaltes 2009. Die Verbandsräte aus Prien und Rimsting genehmigten einstimmig den Etat in einer Höhe von 233700 Euro.

Der Verband fördert Wasser aus den drei Brunnen in Aiterbach (Gemeinde Rimsting) und liefert es zu den beiden Hochbehältern in Rimsting und Prien. Rund 16000 Bürger werden mit Wasser versorgt. Die Verbandsversammlung leitete Mayer, da der Vorsitzende, Priens Bürgermeister Jürgen Seifert, wegen anderweitiger Verpflichtungen nicht teilnehmen konnte. Der Vorsitz wechselt satzungsgemäß alle drei Jahre zwischen Prien und Rimsting. Die Verwaltung des Verbandes liegt in den Händen der Gemeinde Rimsting. Um die Zahlen kümmert sich damit Kämmerer Martin Obermüller. Der Haushalt wird zum großen Teil aus der Betriebskostenumlage finanziert, die sich aus den Wasserverkäufen an Prien und Rimsting ergeben.

Fehlbetrag in Höhe von 200000 Euro

In der Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben bleibt heuer ein Fehlbetrag von rund 200000 Euro. Laut Obermüller müssen die beiden Kommunen dieses Defizit tragen. Der Verband verkaufte im vergangenen Jahr an Prien rund 1,38 Millionen und an Rimsting 480000 Kubikmeter Wasser. Insgesamt ergeben sich 1,86 Millionen Kubikmeter, was gegenüber 2007 einen Anstieg von rund 200000 Kubikmeter bedeutet. Die beiden Kommunen müssen für einen Kubikmeter 0,108 Cent Umlage zahlen - bislang waren es 0,119 Cent. Mit dem Wasserpreis an die Endverbraucher habe diese Umlage aber "leider nichts zu tun", erklärte der Kämmerer.

Im Verwaltungshaushalt mit 180000 Euro "ändern sich die Haushaltsansätze gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig", so Obermüller. Um die Verlängerung der wasserrechtlichen Genehmigung für die Brunnen zu bekommen, müsse noch eine so genannte Rammkernsondierung vorgenommen werden. Es handle sich dabei um die Untersuchung des dortigen Moorbodens auf Durchlässigkeit. Dabei werden dem Kämmerer zufolge noch einige Ingenieurskosten für das notwendige Gutachten zum Wasserschutzgebiet anfallen. Freude bei den beiden Mitgliedsgemeinden dürfte die Mitteilung von Obermüller hervorrufen, dass aufgrund der Abrechnung der Betriebskostenumlage 2006 rund 55000 Euro zurückgezahlt werden. Zur Finanzierung des Vermögenshaushalts in Höhe von 52000 Euro werden 29000 Euro der Rücklage entnommen.

Letztmals, so Obermüller, seien in diesem Haushalt eine Abrechnung von Ingenieurleistungen für die Erneuerung der Technik auf EDV in Höhe von 10500 Euro enthalten. Außerdem sei für 3100 Euro eine Druckerhöhungsanlage für das Anwesen Buchberg 1 erneuert worden. Auch für das Jahr 2010 seien keine wesentlichen neuen Anschaffungen oder sonstige Maßnahmen geplant, erwähnte Obermüller mit Blick auf die Finanzplanung. Auch dürften sich die laufenden Ansätze der Haushaltspläne für die kommenden drei Jahre, mit Ausnahme der Stromkosten, im Wesentlichen kaum ändern. Der Schuldenstand des Verbandes, vor allem Kredite für die EDV-Installierung, dürfte sich bis Ende 2009 laut dem Kämmerer um 37900 auf 158000 Euro vermindern.

th/Chiemgau-Zeitung

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser