Wasserschutzpolizei kontrolliert Ruhezonen am Chiemsee

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Ruhezonenausschilderung nahe der Herreninsel

Chiemsee - Die Priener Wasserschutzpolizei wird auch in diesem Jahr die Ruhezonen im Chiemsee verstärkt kontrollieren. Uneinsichtige Personen oder Wiederholungstäter müssen mit einer Anzeige rechnen.

Grundsätzlich stellt Gebietsbetreuer Hannes Krauss fest, dass dank der Informationsarbeit mit Flyern, Informationstafeln und Postern sowie der Mithilfe der regionalen Medien die Ruhezonen und ihre Bedeutung in der Bevölkerung bekannt sind. Erfreulich sei auch, so Krauss, dass ein Großteil der Segler dem Instrument der Ruhezonen recht aufgeschlossen gegenüber stehe und diese Schutzgebiete beachte. Leider gebe es aber immer wieder Personen, die in die Ruhezonen einfuhren, sei es mit dem Segel- oder Elektroboot oder mit Schlauchbooten und Kajaks. Da bereits einzelne kurze Beunruhigungen negative Auswirkungen auf die dort brütende Vogelwelt haben können, wiegen diese Eingriffe schwer, sagt der Gebietsbetreuer Chiemsee.

Das Polizeiboot der Wasserschutzpolizei Prien am Chiemsee

Aus diesem Grund kontrollierte die Wasserschutzpolizei Prien bereits im vergangenen Jahr verstärkt die Ruhezonen. Die dort angetroffenen Personen wurden angezeigt und mit einem Verwarnungsgeld belegt. Die Kontrollen sind aus Sicht von Krauss auch deshalb wichtig, um den vielen Bootsführern gerecht zu werden, die sich vorbildlich an die Regeln halten.

Der Gebietsbetreuer weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass durch die Ruhezonen nur 2,7 Prozent der gesamten Seefläche für ufernahe Wassernutzungen gesperrt ist. Selbst zusammen mit der gesperrten Fläche des Naturschutzgebiets beim Delta der Tiroler Achen sind nur 6,3 Prozent der Wasserfläche des Chiemsees nicht zugänglich. Mehr als 92 Prozent können demnach frei genutzt werden.

Die Ruhezonen im Chiemsee bestehen seit 2005 und schützen wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Sie sind auf der Wasserfläche mit Bojen gekennzeichnet, die im Sommer mit Informationstafeln bestückt werden.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

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