Wege auf der Fraueninsel werden saniert

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Fraueninsel - Die Gemeinde Chiemsee will 2012 ihr Wegenetz sanieren. Der Gemeinderat gab nun "grünes Licht", die Wege entsprechend ihrer Notwendigkeit nach und nach auszubessern.

Auf der Fraueninsel gibt es zum großen Teil nur sogenannte wassergebundene Sandstraßen. Einige Wege seien dringend sanierungsbedürftig, sagte Bürgermeister Georg Huber. Auch das Gremium sah das so. Es beauftragte den Bürgermeister, zusammen mit dem Priener Ingenieurbüro Dippold und Gerold mögliche Sanierungsvorschläge auszuarbeiten. Entsprechende Mittel sollen im kommenden Haushaltsjahr eingeplant werden.

Wieder einmal ging es in der Sitzung im Gemeindehaus um die Gemeindestege der Insulaner in Gstadt, deren Sanierung vollendet werden soll. Wie berichtet, wurden neben den maroden Holzpfählen Stahlpfähle zur Sicherung der Steganlage gesetzt. Diese sollen jetzt mit aufgeschweißten Deckeln verschlossen werden, damit sie witterungsbeständig sind.

Die Holzpfähle sollen jedoch vorerst stehen bleiben, da ansonsten, wie der Bürgermeister erklärte, auch der Stegbelag erneuert werden müsste, weil die alten Pfähle als Verbindung mit dem Steg dienen. Für einen neuen Belag der Stege soll aber trotzdem ein Angebot eingeholt werden, so das Gremium. Dabei soll auch ein Schwimmsteg als Alternaive berücksichtigt werden.

Beim juristischen Nachspiel der energetischen Sanierung des Gemeindehauses ist kein Ende in Sicht. Wie wiederholt berichtet, geht es um die Regulierung von Schäden, die im Zuge der Baumaßnahme entstanden sein sollen.

Dies habe sich jetzt zu einem Streitfall zwischen Gemeinde und Architekt ausgewachsen, berichtete der Bürgermeister aus der Korrespondenz der Rechtsanwälte beider Seiten. Es soll nun ein gemeinsamer Ortstermin mit allen Beteiligten anberaumt werden, kündigte Huber an. Dabei soll der Bauausschuss die Interessen der Gemeinde vertreten.

Huber berichtete, dass zum wiederholten Mal Oberflächenwasser in den Keller des Gemeindehauses gelaufen sei, wo sich der Jugendraum befindet. Für die baldige Behebung des Schadens soll ein Kostenangebot eingeholt werden.

Der Antrag der Björn-Schulz-Stiftung, die im Irmendgardhof in Mitterndorf (Gemeinde Gstadt) ein Nachsorgeheim für krebs- und schwerstkranke Kinder und deren Familien einrichtet, auf Übernahme einer Patenschaft wurde zurückgestellt. Da im laufenden Haushaltsjahr keine Mittel mehr dafür zur Verfügung stehen, legte der Gemeinderat fest, 2012 entsprechende Ausgaben einzuplanen.

Wie berichtet, wird der erste von zwei Bauabschnitten im Irmengardhof in diesen Tagen eingeweiht.

Obwohl Radfahren auf den Chiemseeinseln verboten ist, wird jetzt eine Ausnahme gemacht - für eine Gruppe behinderter Kinder, die zwei Wochen ihrer Ferienzeit im Kloster verbringen und für die Radfahren ein Teil ihrer Therapie sei, erläuterte Huber. Allerdings soll sich das Radeln möglichst auf die Morgen- und Abendstunden beschränken.

Bezüglich der geplanten Bauleitplanung für die Fraueninsel (wir berichteten) seien ihm vom Landratsamt Rosenheim einige Planungsbüros genannt worden, die Erfahrung mit Bebauungsplänen haben, teilte Huber mit. Diese Planer sollen nun von der Gemeinde angeschrieben werden, damit sie ihre Vorstellungen darlegen.

Aufgrund eines größeren Bauvorhabens auf der Westseite der Insel sei er von verschiedenen Insulanern angesprochen worden, weil nach deren Auffassung der Bau nicht mit den genehmigten Planunterlagen übereinstimme, gab Huber noch bekannt. Nun soll die Bauaufsichtsbehörde eingeschaltet werden.

th/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser