Wege aus dem Wald zum Werk

Prien - "Trends und Ausblicke in der Holzlogistik" stehen im Mittelpunkt der fünften "Priener Logistik-Gespräche" am Mittwoch und Donnerstag, im Logistik-Kompetenz-Zentrum (LKZ) und im "Yachthotel Chiemsee".

Über 50 Teilnehmer aus ganz Deutschland und den Nachbarländern haben ihr Kommen zugesagt. Die Logistik-Gespräche, die das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML), Projektzentrum Verkehr, Mobilität und Umwelt ausrichtet, greifen nach fünf Jahren wiederum das Thema Holzlogistik auf. Entscheidungs- und Wissensträger aus den Bereichen Forst, Holz und Logistik sitzen an einem Tisch. Referenten aus Bayern, Deutschland, Österreich und der Schweiz legen das Augenmerk auf den Austausch zwischen Forschung und Praxis.

Mit 1,3 Millionen Beschäftigten und einem Umsatz von 181 Milliarden Euro zählt die Forst- und Holzwirtschaft zu den Leitbranchen Deutschlands. Dieser Sektor ist aber auch durch relativ geringe Umsatzrenditen gekennzeichnet - was besonders für kleine und mittelständische Unternehmen eine große Herausforderung ist. Steigende Kraftstoffpreise und die Lkw-Maut schränken die Handlungsfreiheit der Beteiligten ein.

Das Holz erfährt durch seine Eigenschaft als regionaler, erneuerbarer Energieträger zunehmende Wertschätzung. In diesem Bereich bestehen große Kostensenkungspotenziale durch eine Optimierung des Transportes vom Wald zum Werk - durch die "Holzlogistik". Diese Aufgaben und Potenziale greifen die Priener Logistik-Gespräche auf und zeigen, welche Ergebnisse in aktuellen Forschungsprojekten bereits erarbeitet und umgesetzt wurden.

Nach der Begrüßung am Mittwoch, 13. Oktober, um 17 Uhr durch Bürgermeister Jürgen Seifert eröffnet der Leiter des IML, Professor Dr.-Ing. Uwe Clausen, die Logistik-Gespräche im LKZ Prien an der Joseph-von-Fraunhofer-Straße 9. Im Anschluss an den Vortrag von Dr. Jürgen Bauer, dem Geschäftsführer des Clusters Forst und Holz in Bayern, präsentieren das IML und die anderen Beteiligten ersten Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt "WASP-Wood Application Service Providing". Um 21 Uhr wechseln die Teilnehmer vom LKZ ins "Yachthotel" zum Kamingespräch; Ende gegen 23 Uhr. Am Donnerstag, 14. Oktober, von 9 bis 17 Uhr stehen weitere Fachvorträge zum Thema Rundholz- und Biomasselogistik im "Yachthotel" auf dem Programm.

Weitere Auskünfte über die Veranstaltung gibt's im IML unter Telefon 08051/901110 und im Internet unter www.priener-logistik-gespraeche.de.

Das LKZ öffnet seine Türen

Was machen das LKZ und das IML in Prien? Viele Bürger können sich darunter kaum etwas vorstellen. Das LKZ sucht als Innovationszentrum für Logistik und Verkehr die Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Wissenschaft. Es entwickelt, steuert und koordiniert innovatives Logistik-Know-how.

Die LKZ Prien GmbH und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik geben der breiten Öffentlichkeit nun Einblicke in ihre Arbeit: In Zusammenarbeit mit weiteren Unternehmen veranstalten sie am morgigen Mittwoch von 11 bis 17 Uhr einen Tag der offenen Tür im LKZ.

Zu sehen und zu erkunden ist der "Fraunhofer-Truck", der erstmals Station in Prien macht. Wer durchgeht, der erhält viele Informationen über Erfindungen aus dem Hause Fraunhofer.

In den Besprechungsräumen des Logistik-Kompetenz-Zentrums werden Filme vorgeführt. Um 15.30 Uhr hält Wolfgang Inninger, der Geschäftsführer des Fraunhofer Instituts für Materialfluss und Logistik, einen Vortrag. Sein Thema lautet: "Was ist Forschung in Prien?".

re/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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