Begeisterung über klingendes Übersee

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In einer der Festkutschen sitzen Professor Kurt Biedenkopf, Gattin Ingrid und Dekan Konrad Kronast (von links).

Übersee - Neben dem traditionellen Blumendorf war Übersee am Sonntag vor allem ein Musikdorf. Bilderbuchwetter, gab es zum großen Festzug zum 200. Jubiläum der Blasmusik.

Zwölf Musikkapellen aus Siegsdorf, Fulpmes im Stubaital, Wössen, Grabenstätt, Bad Endorf, Holzhausen, Marquartstein, Surberg-Lauter, Chieming, Grassau, Schleching und Übersee-Feldwies schlängelten sich durch den autofreien Ort.

Insgesamt nahezu 2000 Teilnehmer, darunter neun Festwagen als Kutschen und Motivgespannen, zahllose Trachtler, Gebirgsschützen, Vereine und Organisationen boten ein herrli-ches Bild. An die 2000 Besucher säumten die Straßenränder und waren begeistert von dem Augen- und Ohrenschmaus der farbenprächtigen Gewänder und der schneidigen Musik. Schon in der Früh hatten Musikvorstand Thomas Strohmayer und die Blaskapelle unter der neuen Leitung von Thomas Lindlacher jede am Festzelt eintreffende Gastkapelle mit einem musikalischen Ständchen zünftig begrüßt. Zum feierlichen Höhepunkt des Vormittags geriet der Festgottesdienst auf den Obstwiesen vor dem Pfarrzentrum mit der musikalischen Begleitung der Blasmusik. Dekan Konrad Kronast dankte all denen, "die in den vergangenen 200 Jahren das Idealbild der Blasmusik hoch gehalten haben. Was wären wir mit unseren vielen Kirchenfesten ohne die Blasmusik. Wir wären wirklich ärmer."

200. Bestehen der Blaskapelle Übersee

Kronast schrieb der Blasmusik in seiner Predigt theologische und göttliche Wurzeln zu. Unzählige Male sei in der Bibel die Trompete oder das Horn zitiert. Die Blasmusik rühre die Menschen an, spende ihnen Trost, stimme sie positiv und wecke die Sehnsucht nach dem Schöpfer. Der Dekan: "Ihr Musiker seid dazu berufen, die Herrlichkeit der Schöpfung hinaus zu posaunen."

Wie der Bläser sein Instrument zur Hand nehme, seien wir alle dazu aufgerufen, unser Leben nach dem Motto 'Musik verbindet' in die Hand zu nehmen und die Melodie eines guten Lebens zu leben, schloss der Pfarrer seine Predigt.

vd/Chiemgau-Zeitung

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