Abgeordneter Bernd Posselt sprach in Prien

CSU weiter gegen EU-Beitritt der Türkei

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Symbolfoto

Prien - Die CSU ist laut ihrem Europaabgeordneten Bernd Posselt nach wie vor gegen einen Beitritt der Türkei zur EU.

In einer Veranstaltung des CSU-Ortsverbandes Prien im Regionalmarkt Kollmannsberger betonte Posselt, dass das Land weiterhin gegen die Regeln der EU verstoße. Bislang stehe die Türkei "nicht für Europa, sondern für Kleinasien".

"60 Prozent aller Gesetze, die auch unser Land betreffen, werden in Brüssel beschlossen", erläuterte der Parlamentarier. Oberstes Ziel der CSU-Europaabgeordneten sei es deshalb, im Gegensatz zu den "Menschheitsbeglückern" anderer Parteien zu den Wählern "Klartext zu sprechen" - was beispielsweise auch den Beitritt der Türkei zur EU betreffe.

Posselt sprach die Angst vieler Menschen an, die mit dem Wegfall der Grenzen durch die EU verminderte Sicherheit befürchten. Gerade das grenzüberschreitende bayerische Modell der Schleierfahndung, das nun europaweit eingeführt werde, habe gezeigt, dass mehr Sicherheit gewährleistet sei als vorher.

Posselt wandte sich an seinen Vorgänger als Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft und früheren Bayerischen Sozialminister, Franz Neubauer. Dieser habe bereits zur Zeit von Franz Josef Strauß gefordert: "Europa kann nicht warten." Posselt: "Europa ist das schützende Dach gegen den sauren Regen der Globalisierung". Bei der Europawahl werde darüber abgestimmt, in welche Richtung Europa geht.

Aus wirtschaftlicher Sicht hob CSU-Ortsvorsitzender Andreas Becker die Bedeutung der EU hervor: "80 Prozent unseres Volkseinkommens erzielen wir durch den Handel mit europäischen Ländern." Und die EU-Kandidatin des Landkreises Rosenheim, Heike Maas, sagte zu den rund 60 Anwesenden im Regionalmarkt: "Ich sehe es als meine Aufgabe an, für die CSU und Europa zu werben. Solange 27 Staaten an einem Tisch sitzen, gibt es keinen Krieg untereinander. Wir Bayern brauchen Europa, sonst haben wir keine Chance gegen den Rest der Welt". gf

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