Weiter keine Gebühren

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Weil die Aussicht auf den Chiemsee so schön ist, ist der Parkplatz auf dem Kreuzberg meistens gut belegt.

Gstadt - Auf dem wohl schönsten Aussichtspunkt am Chiemsee, dem Kreuzberg, bleibt das Parken gebührenfrei.

Der Gemeinderat Gstadt hat in der jüngsten Sitzung mit drei Gegenstimmen den Antrag von Josef Alexander Rappl junior abgelehnt, am dortigen Parkplatz einen Parkscheinautomaten aufzustellen.

Es gibt rund um den Chiemsee wohl keine schönere Aussicht auf das Bayerische Meer und die Chiemgauer Alpen als vom Kreuzberg in der Gemeinde Gstadt. Selbst die Chiemseemaler hatten dort ihr Stelldichein. Auf jeder touristischen Landkarte ist diese Aussichtsstelle eingezeichnet. Andere Chiemseegemeinden werben sogar mit ihr.

Bei der Fahrt auf der Staatsstraße 2093 von Breitbrunn nach Gstadt erreicht man diesen Aussichtspunkt, kurz vor Gstadt, nach der Abzweigung in die Höhenstraße nach Aisching. Schon seit vielen Jahrzehnten besteht dort kurz nach der Einmündung rechts und links der Straße ein Parkplatz auf Privatgrund für jeweils acht Autos.

Der Antragsteller wollte auf dem Parkplatz, der ihm gehört, jetzt einen Parkscheinautomaten aufstellen - so wie schon vor einiger Zeit mit Schranken auf seinem großen Seeparkplatz an der Seestraße. Im Bau ist derzeit ebenfalls ein Parkscheinautomat in der Ortsmitte für seinen privaten Parkplatz zwischen dem "Kaffeehaferl" und dem "Plättenhof".

Bei der Erläuterung des Antrages erklärte Bürgermeister Bernhard Hainz, dass das Vorhaben abzulehnen sei, da der Parkplatz nie eine offizielle Genehmigung erhalten habe. Er liege im Landschaftsschutzgebiet Chiemsee. Parkplätze könnten dort nur mit Prüfung der Naturschutzbehörde des Landratsamtes und unter bestimmten Auflagen eine Genehmigung erhalten.

In der Diskussion wies Gemeinderätin Gabi Noichl (Bürgerliste) auf die besonders exponierte Lage dieses Aussichtspunktes hin. Sie könne den Antragsteller verstehen. Es wäre aber schade, wenn Rappl, dem die Flächen des Parkplatzes und weitere umliegende Wiesen gehören, ihn schließen würde, so Noichl. Diese Meinung vertrat auch Dominik Schneider (Freie Wählergemeinschaft). Keinen Kommentar gabe es von den Befürwortern des Antrages.

Der Gemeinderat lehnte den Antrag mit den Gegenstimmen von Georg Anderl, Sebastian Summerer und Gerhard Kreisel (alle Bürgerliste) ab.

th/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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