Weiter Weg zum neuen Fußweg

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Die "Ludwigsbrücke" (orange gezeichnet) nennen die Planer einen Steg, der in diesem Entwurf (Variante 2) um das Außenbecken des Prienavera herumführt.

Prien - Spaziergänger sollen mehr Chiemseeufer erleben können. Dieser Wunsch von Bürgern und Kommunalpolitikern war Ausgangspunkt für Überlegungen, das Strandbad des Prienavera und Teile der benachbarten Stippelwerft für Fußgänger zu öffnen.

Jetzt liegen die ersten Entwürfe vor. Drei Varianten haben die beauftragten Landschaftsarchitekten zur Diskussion gestellt. Die Pläne hängen im Rathaus, die Gemeinderäte können sie dort in Augenschein nehmen und sich von Mitarbeitern der Verwaltung erläutern lassen. Nach Vorberatungen in den einzelnen Fraktionen soll dann im Marktgemeinderat über die Entwürfe diskutiert und das weitere Vorgehen besprochen werden. So sieht der Fahrplan aus. Gegen die teilweise Öffnung der Stippelwerft, die zur Diskussion stand, hatten vor allem Segler Bedenken angemeldet und auf die Gefahren verwiesen, die entstehen könnten, wenn Spaziergänger bei laufendem Hafenbetrieb über das Gelände gehen würden. Die Planer haben dem Rechnung getragen, ein Weg durch den Sportboothafen findet sich in keinem der Entwürfe. Stattdessen schlagen die Landschaftsarchitekten am Ende des südlichen Zufahrtsweges der Werft am Seeufer eine Art Aussichtsplattform vor, die den Blick auf Wasser und Werft gestatten würde.

Zentraler Punkt der Varianten 2 und 3 ist ein Steg um das Außenbecken des Prienavera herum als Verbindung zwischen Schären und Strandbad. Die Planer nennen diese Idee "Ludwigsbrücke" und schlagen für den gastronomischen Betrieb im Strandbad auch gleich noch eine Umbenennung in "Café Bianco" vor. Der dritte Entwurf geht am weitesten. In diesem Plan wird die obere, nördliche Hälfte des sogenannten Wurms - so nennen die Einheimischen den geschwungenen Bau, in dem Umkleidekabinen und Duschen des Strandbads untergebracht sind - nach Westen, also vom See weg versetzt. So könnte eine neue Sichtachse vom Uferweg auf das Bayerische Meer geschaffen werden. Alle drei Varianten beantworten freilich nicht die zentrale Frage, an der die Öffnung des Prienavera-Strandbads bisher scheiterte: Wie kann bei kostenlosem Eintritt sichergestellt werden, dass Gäste des Hallenbades - sie haben automatisch auch Zugang zum Strandbad - das Gelände nicht verlassen, ohne zu bezahlen?

Dirk Breitfuß/Chiemgau-Zeitung

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