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Die Welt der Römer und Bajuwaren

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Als Römer gewandeten sich Hans Veit, Klaus Horack und Klaus-Peter Ott.

Seebruck - Wer sich auf eine Zeitreise in die regionale Frühgeschichte begeben will, dem sei derzeit die Sonderausstellung im Seebrucker Römermuseum wärmstens ans Herz gelegt.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung standen die verantwortlich zeichnenden Mitglieder der historischen Gruppen "Legio II Italica" und "Baios" den Besuchern Rede und Antwort. "Solch eine schöne Ausstellung haben wir im Römermuseum lange nicht mehr gehabt", freute sich Dr. Alfons Regnauer, der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Bedaium, am Freitag bei der offiziellen Eröffnung. Die Sonderausstellung "Ausrüstungsgegenstände, Waffen und Bekleidung aus der Römer- und Bajuwarenzeit, gezeigt von den Gruppen Legio II Italica und Baios" sei für Geschichtsinteressierte und handwerklich bewanderte Leute ungemein sehenswert. Regnauer wies ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei den Ausstellungsstücken um Rekonstruktionen römischer und bajuwarischer Originalfunde handle.

Im Anschluss weihten wahrhaftige römische Soldaten und Bajuwaren Jung und Alt in die facettenreiche, experimentelle Archäologie ein. Klaus Horack und Hans Veit von der "Legio II Italica", Gerhard und Agnes Würdinger von der Bajuwarengruppe "Baios" und Matthias Ziereis gelang es einmal mehr, das Leben der Vorfahren greifbar und lebendig zu machen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Entwicklungsgeschichte von Pfeil und Bogen als Jagd- und Kriegswaffe. Gemeinsam mit Matthias Ziereis hat der neuzeitliche Bajuware Gerhard Würdinger, ein ausgewiesener Kenner der Pfeil- und Bogenkunst seiner Vorfahren, diesen Teil der Ausstellung konzipiert. Ziel ist es, so Hobby-Römer Horack, insbesondere die jungen Leute anzusprechen und zu begeistern. Herauszustreichen sei dabei, dass Benefiziarier der "Legio II Italica" aus Lauriacum ab dem Ende des zweiten Jahrhunderts nach Christus in Bedaium, dem heutigen Seebruck, stationiert waren.

Zu den Ausstellungsstücken zählen aber nicht nur römische und bajuwarische Waffen, sondern auch alltägliche Gebrauchsgegenstände wie Kochgeschirre, Schmuck, Messer, Öllampen und Münzen sowie historische Gewänder.

Geplant sind in den kommenden Wochen auch Führungen, Kindertage und ein "Tag des belebten Museums". Die Ausstellung kann bis 27. März dienstags bis samstags von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr besucht werden. An den Sonntagen ist nachmittags von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter Telefon 08667/7503 und 08667/ 7139.

mmü/Chiemgau-Zeitung

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