Wenn Aschau zur Leidenschaft wird

Aschau - „Eigentlich habe ich mein ganzes Leben vom Priental geträumt“, sagt Eveline Jendraszek. Die heute 84-jährige, ausgesprochen rüstige und Berg begeisterte alte Dame kommt aus Ost-Berlin. Doch ihre Liebe hängt an Aschau.

„Ich war schon als Kind hier und habe zusammen mit meiner Mutter und meiner kleinen Schwester wunderbare Ferien verlebt.“ Und deshalb wollte sie „ihr“ Aschau unbedingt einmal wiedersehen. „Aber ich lebte mit meiner Familie in der DDR. So blieben mir jahrzehntelang nur die Erinnerungen.“

Zuletzt war sie als zwölfjähriges Mädchen im Sommer 1939 in Aschau. „Es war so schön. Vater hatte einen Korb voll Kirschen aus Berlin geschickt. Wir wollten eigentlich vier Wochen bleiben, doch kurz vor Urlaubsende rief er an und sagte: Kommt schnell nach Hause, es gibt Krieg.“

In aller Eile habe die Mutter die Koffer gepackt. „Noch wenige Tage zuvor hatte ich mit meiner Freundin Renate, der Tochter der Pensionsleute, in der Prien nach Forellen gefischt – aber keine einzige gefangen. Dann reisten wir unter Tränen ab. Doch die Erinnerungen an meine Aschauer Spielkameraden, an das Haus unterhalb der Kirche, wo wir wohnten, an die Höhenwege, die Gipfel und die markante Kampenwand, auf die damals noch keine Seilbahn führte, sollten mich immer begleiten.“

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Rubriklistenbild: © Gemeinde Aschau im Chiemgau

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