Werbung für Online-Buchung

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(Symbolbild)

Prien - Schicke Fotos von den Zimmern, ein informativer und ansprechender, aber knapper Text zur Ausstattung, Lage und Freizeitmöglichkeiten - und das Wichtigste: die Möglichkeit für den Gast, die passende Unterbringung über Internet sofort zu buchen.

Bei der Vermieterversammlung appellierten die Verantwortlichen an die Beherbergungsbetriebe, ihre Angebote ins Netz zu stellen und onlinebuchbar zu machen.

Trotz schlechten Wetters war die Veranstaltung im Café "Heider" ganz gut besucht. Für das Anliegen des Geschäftsführers der Priener Tourismus GmbH (PTG), Ferdinand Reb, mehr Vermieter für die Online-Buchbarkeit ihrer Zimmer und Beherbergungsbetriebe zu gewinnen, hatte sich dieser kompetente Unterstützung in die Marktgemeinde geholt.

Reb hatte die neue Geschäftsführerin des Chiemsee Alpenland Tourismusverbandes (CAT), Claudia Leppin, und Sonja Gensow, Systembetreuerin des Internet-Buchungs- und Reservierungssystems (IRS 18) eingeladen. Das IRS deckt die fünf Landkreise der Region 18 in Südostoberbayern ab.

Reb stellte eingangs fest, dass er die derzeitige touristische Organisationsform mit der landkreisweiten Neugründung des CAT Anfang dieses Jahres nur für eine vorläufige hält und nur den Zusammenschluss mit dem Nachbarlandkreis Traunstein und dessen Chiemgauverband ein "echter Wurf" sei. Die Fusion der beiden Landkreis weiten Tourismusverbände ist das erklärte politische Ziel für 2012.

Gensow oblag es, die Werbetrommel für das IRS 18 zu rühren, das in 70 Gemeinden und 6000 Betrieben in Bayern verwendet werde, aber auch international aufgestellt sei. "Aber in Prien ist so gut wie kein Betrieb online buchbar", stellte sie fest.

Allein im Jahr 2009 seien 20.000 Buchungen über das System erfolgt, bei einem Buchungsumsatz von gut 5,1 Millionen Euro, erläuterte Gensow.

Die Vorteile dieses Systems reichten von "keinen Fixkosten" über den "Verfügbarkeitskalender" mit der Möglichkeit zur Online-Buchung sowie der Nutzung von Internet-Plattformen ohne zusätzliche Kosten bis zur Teilnahme an allen Vertriebszweigen von CAT und PTG.

Seitens der Tourismusinformationen, also im Falle Priens der PTG, würden die Preise aktualisiert, Bilder be- und überarbeitet sowie bei Bedarf auch Texte überarbeitet.

Gensow hob auch die Notwendigkeit der ständigen Aktualisierung hervor, um beispielsweise Doppelbuchungen auszuschließen.

Florian Tatzel, der seit sieben Jahren bei der PTG arbeitet, kannte auch die Einwände gegen IRS. "Wenn man nicht online buchbar ist, dann fällt natürlich auch keine Provision an. Dann muss man keinen Gast aufnehmen, mit dem man noch nicht persönlich Kontakt hatte und man ist auch nicht verpflichtet, seine Interentseiten so schnell zu pflegen." Das seien die immer wieder von Vermietern vorgebrachten Argumente gegen die Online-Buchbarkeit, berichtete Tatzel.

Bucht der Gast sein Zimmer online über eine der Internet-Plattformen, mit denen die PTG verbunden ist, dann fällt für den Beherbergungsbetrieb eine Vermittlungs-Provision in Höhe von zehn Prozent an. "Wenn anderweitig gebucht wird, hatte man aber auch sicher zehn Prozent Vertriebskosten", gab Tatzel zu bedenken.

Reb berichtete im Anschluss, dass die Übernachtungszahlen in Prien" erfreulicherweise im leicht positiven Bereich liegen". In den vergangenen beiden Jahren habe die PTG verstärkt mit Pauschalen geworben, die an authentische Begriffe gekoppelt seien wie "Künstlerlandschaft Chiemsee" und die "Chiemsee-Fischerei". Heuer heiße ein Motto für ein Pauschalangebot "Zurück an den Urlaubsort der Kindheit".

Der PTG-Chef kündigte abschließend an, dass Prien Mitte Juni Etappenort der Oldtimer-Rallye "Württemberg Classic" sein werde.

daa/Chiemgau-Zeitung

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