Spenden von fast 50000 Euro - Anlage wird 245000 Euro kosten

Weststeg wird gebaut

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Fraueninsel - Die Spendensumme von fast 50.000 Euro hat den Gemeinderat Chiemsee überzeugt. In der jüngsten Sitzung befürwortete das Gremium den Bau eines öffentlichen Weststegs.

(wir berichteten kurz). Der Auftrag soll in der nächsten Sitzung vergeben werden.

Einige Nachverhandlungen haben jetzt ergeben, dass die Baukosten für das Schwimmsteg-Projekt jetzt mit 245670 Euro feststehen, erläuterte Bürgermeister Georg Huber.

Wie wiederholt berichtet, wollen Gemeinde und Wassersportverein Fraueninsel (WVF) die bereits vor zwei Jahren genehmigte Steganlage, die als Schutzhafen für die Insulanerboote, öffentliche Anlegestelle, für den Regattabetrieb und für die Rettungsdienste dienen soll, gemeinsam schultern.

Die Bereitschaft der Insulaner, ein solches Projekt mitzutragen, sollte in den vergangenen Wochen erkundet werden. Der Bürgermeister war nun in der Sitzung hocherfreut, dass er dem Gemeinderat eine Spendenliste über 49981 Euro präsentieren konnte. Viele Insulaner, aber auch viele auswärtige Freunde der Insel, stünden auf der Liste, so Huber.

Bei einer so großen Spendenbereitschaft komme eindeutig zum Ausdruck, dass die Inselgemeinde das Projekt auch haben wolle, so der einhellige Tenor im Gremium.

Allerdings bereite die Finanzierung noch einige Sorgen, schränkte der Bürgermeister ein. Er hoffe deshalb, dass sich die Spendensumme noch erhöhen werde.

Gemeinde und WVF hätten jeweils bereits 50000 Euro angespart, so dass zusammen mit den Spenden derzeit 150000 Euro zur Verfügung stehen.

Der Haushalt 2010 sehe für Steganlagen noch zusätzlich 135 000 Euro vor. Darin seien allerdings noch andere Ausgaben enthalten, zum Beispiel für die Sanierung der Steganlagen der Insulaner in Gstadt.

In der Diskussion erklärte Zweiter Bürgermeister Josef Neuer (FW), dass die Gemeinde jetzt die Verpflichtung habe, das Projekt anzupacken. Ein Dank Neuers galt der Schriftführerin des WVF, Barbara Lanzinger, für ihren wochenlangen Einsatz für die Spenderliste.

Florian Pertl (FW) äußerte sich ähnlich. Er hätte nicht geglaubt, dass eine so große Spendensumme zusammenkomme.

Allerdings, so der Bürgermeister, müsse jetzt noch ein Konzept für die Modalitäten gefunden werden, gab Huber zu bedenken. Wichtigster Punkt ist die Frage, wer alsBauherr auftritt und den Auftrag vergibt: Gemeinde oder WVF oder beide zusammen. Eine rechtlich korrekte Vorgehensweise soll in den nächsten Tagen geprüft werden, kündigte Huber abschließend an.

th/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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