Wetterglück zum 50. Geburtstag

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Die Atzinger Trachtler zeigten, was sie können.

Atzing - Der Mut des Trachtenvereins "Daxenwinkler" Atzing, trotz unsicherer und etwas kühler Witterung das Jubiläums-Waldfest zu starten, wurde reichlich belohnt.

Gut 1000 Besucher und Mitwirkende fanden sich im Buchenwald von Munzing ein, um an das erste Atzinger Waldfest am selben Platz vor genau 50 Jahren zu erinnern. Das Jubiläum begann, wie das erste Waldfest 1962, mit einem Festzug von Atzing nach Munzing.

Den Festzug führte die Priener Blaskapelle an. Ihr folgte der Gastgeberverein, ein Fahnenblock aus den Ortsvereinen von Wildenwart-Atzing sowie vom Patenverein Prien, eine Festkutsche mit den Obern-Dirndln, der bayerischen Hopfenkönigin und Bürgermeister Jürgen Seifert, ein Rothmooser-Brauerei-Festwagen sowie viele weitere Ehrengäste und Gäste, darunter auch die bayerische Hopfenkönigin Veronika Springer aus der Holledau.

Angekommen im Buchenwald hatte Hans Riepertinger als inzwischen dienstältester aktiver Schenkmeister die Ehre, das erste Holzfass anzuzapfen, was ihm mit drei Schlägen auch bestens gelang.

In einem Prolog, den Ernst Reiter aus Atzing verfasst hatte, erinnerten die Trachtenkinder Antonia Baumert und Michael Schlosser an Geschichte und Beliebtheit der Waldfeste.

Zum 50. Geburtstag gab es auch ein besonderes Bühnenprogramm. Der Tegernseer Zwoagsang mit seinen starken Stimmen und die Obern-Dirndln aus Bernau und Chieming erinnerten an frühere Auftritte.

Ehe sich die charmante Hopfenkönigin Veronika Springer auf einen Walzer und Ehrentanz mit Bürgermeister Seifert freuen konnte, dankte dieser der Atzinger Trachtenfamilie für deren Zusammenhalt, Fleiß und Brauchtumspflege. Seifert hob besonders hervor, dass der Festplatz nach dem vorjährigen Sturm dank einer großen Gemeinschaftsleistung der Munzinger-Bauersfamilie, der Feuerwehr und des Trachtenvereins von Atzing wieder hergestellt worden war.

"Daxenwinkler"-Vorstand Anton Hötzelsperger erinnerte in seinem Rückblick daran, dass vor 50 Jahren das damalige Waldfest der Söllhubener Trachtler im Buchenwald von Farnach Vorbild für die Atzinger war. Vorstand Hubert Summerer und sein Stellvertreter Leopold Schlosser, Vorplattler Paul Schlosser und der Munzingerbauer Jakob Winkler organisierten damals das erste Waldfest mit den Wildenwarter Blasmusikanten und den Urban-Kindern als Gesangsgruppe. Mit 500 Besuchern wurden alle Erwartungen übertroffen.

Die "Daxenwinkler" dankten den Landwirten von Arbing und Munzing für die Überlasssung ihrer Grundstücke für die Feste, besonders der Familie Munzinger mit einer Urkunde und einem Bierkasten aus dem Jahr 1962 samt Inhalt.

Zum Programm des Jubiläumsfestes trugen auch die Hafenstoaner Alphornbläser aus Bernau, die Schlechinger Alphornbläser, die Blaskapelle Prien unter der Leitung von Musikmeister Georg Rappel, die Jugendblaskapelle Prien unter der Leitung von Musikschulleiterin Brigitte Buckl, Trachtentänze und Schuhplattler der Kinder, Jugend und Aktiven vom Atzinger Trachtenverein sowie die Atzinger Goaßlschnalzer bei.

Traditioneller Abschluss des Bühnenprogramms war der Original-Holzhacker der Aktiven.

Nach dem Wetterglück - gegen 19 Uhr war ein heftiger Regenschauer knapp an Munzing vorbeigezogen - hoffen die "Daxenwinkler" auf ähnlich gute Voraussetzungen für ihr zweites Waldfest am Donnerstag, 9. August, ab 19 Uhr mit der Blaskapelle Wildenwart, den Wildenwarter Alphornbläsern sowie dem Nachwuchs des Trachtenvereins "Die lustigen Wildenwarter".

re/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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