Wieder eine Augenweide

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Gemeinsam haben sie das "Lydia-Huber-Garterl" wieder zu einer Augenweide gemacht: (von links) Gerhard Kintscher, Bürgermeister Klaus Daiber, Biologe Stefan G. Kattari und Werner A. Korn, der Vorsitzende des Vereins "Schöner Chiemgau".

Bernau - Das "Lydia-Huber-Garterl" im Kurpark in Bernau ist jetzt wieder eine Augenweide. Mit Hilfe des Vereins "Schöner Chiemgau" hat die Gemeinde Bernau die 35 Quadratmeter neu bepflanzt.

Wie Bürgermeister Klaus Daiber auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung mitteilte, habe die Kommune die Pflege des Gartens übernommen. Seit 1997 besteht im Kurpark das 35 Quadratmeter große "Lydia-Huber-Garterl". Der Freundeskreis "Schönes Bernau", der Vorgängerverein des Freundeskreises "Schöner Chiemgau", hatte ihn seinerzeit angelegt. Von 1999 bis 2009 beplanzte und pflegte die Kantinengemeinschaft der Justizvollzugsanstalt Bernau unter dem Vorsitz von Amtsinspektor Günter Mohr die Grünfläche. Nach seiner Versetzung in den Ruhestand erfolgte dann keine weitere Betreuung mehr. Der kleine Garten verwilderte zusehends - was zu Kritik in der Bürgerschaft führte.

"Mit der früheren Augenweide war es damit vorbei", so Werner A. Korn, der Vorsitzende des Freundeskreises "Schöner Chiemgau" im Rückblick. Doch er wollte die Sache nicht auf sich beruhen lassen. Im Gegenteil, er half bei einer Neubepflanzung mit und stiftete zu diesem Zweck viele Heil- und Kräuterpflanzen.

Nach Abstimmung mit Bürgermeister Klaus Daiber gingen dann Mitarbeiter des Bauhofs unter der Regie des Leiters Günter Frey zu Werke: Sie tauschten die alte Erde gegen eine neue aus, bereiteten den Boden auf und setzten Steine ein. In Absprache mit dem Biologen und Gärtnerei-Inhaber Stefan G. Kattari aus Grassau und Petra Korn aus Bernau beschaffte Werner A. Korn über 100 Heil- und Kräuterpflanzen, die dann mit Unterstützung von Gerhard Kintscher vom Bauhof in zweistündiger Arbeit in das "Garterl" eingepflanzt wurden.

Der Bürgermeister und der Vereinsvorsitzende zeigten sich nach der aufwändigen Pflanzaktion höchst erfreut und waren übereinstimmend der Ansicht, "im Kurpark wieder ein kleines Schmuckstück für den Luftkurort kreiert zu haben."

Der Nachfolger des Vereins, der das "Garterl" einst geschaffen hatte, sieht sich nicht in der Lage, die Pflege der Grünfläche zu übernehmen. "Die Mitglieder sind im Rentenalter und können das nicht mehr durchführen", sagte Korn auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung. Außerdem handle es sich um einen öffentlichen Park der Gemeinde.

Stattdessen kümmert sich jetzt die Kommune um die Grünfläche. Laut dem Rathauschef werden Mitarbeiter des Bauhofes den Garten pflegen.

kow/pü/Chiemgau-Zeitung

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