Das ist Bayerns schlimmstes Schlagloch

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Erschreckende Schlaglochtiefe bei Wildenwart: v.l. MdL Harald Güller, Florian Baar ACE Bayern, Carsten Kuttnik, IG BAU.

Wildenwart - Wer hätte das gedacht: Bayerns schlimmstes Schlagloch befindet sich auf der St 2093 von Frasdorf über Wildenwart nach Prien.

Der Gewinner der Schlaglochaktion der BayernSPD-Landtagsfraktion steht fest! Das schlimmste Schlagloch Bayerns ist zu finden in Oberbayern auf der Staatsstraße 2093 von Frasdorf über Wildenwart nach Prien. "Diese Strecke hatte wirklich Mountainbike-Qualität", so die Rosenheimer Landtagsabgeordnete Maria Noichl. "Ein Auto oder - schlimmer noch - Motorrad, das auf dieser Strecke unterwegs ist, hat wirklich ein Problem."

Maria Noichl nimmt den Goldenen Schlagloch-Oskar in Empfang.

Nach über hundert Einsendungen aus ganz Bayern nach dem Aufruf der SPD-Fraktion gemeinsam mit dem ACE Auto Club Europa im vergangenen Herbst habe man mit sechs Touren durch die sieben Regierungsbezirke eine Auswahl der Straßen abgefahren, so Noichl. "Da waren wirklich Strecken dabei, bei denen der Asphalt durch pures Anschauen auseinander gebrochen ist. Es ist eine Schande, wie die Staatsregierung mit dem Gemeineigentum – das wir alle durch unsere Steuern bezahlt haben – umgeht und es verlottern lässt!" Die SPD-Landtagsfraktion werde jetzt einen Antrag in den Landtag einbringen, damit die sieben "Sieger" in den Regierungsbezirken vorrangig saniert werden, so der Parlamentarische Geschäftsführer Harald Güller: "Bis zum Herbst 2013 gäbe es allerdings noch ein Mittel, um die dringend notwendige Sanierung von Staatsstraßen zu beschleunigen: Die Minister und Staatssekretäre dürfen nicht nur für jede 100 Meter neu gebauten Radweg oder Straße in einer großen Zeremonie ein Bändchen durchschneiden und sich fotografieren lassen, sondern auch ab einem Kilometer sanierter Staatsstraße!"

Die sechs Gewinner der silbernen Schlagloch-Oscars - in jedem der übrigen Regierungsbezirke jeweils einer - lauten:

Regierungsbezirk Mittelfranken (Tour am 4. April):

Teilnehmende Jury-Mitglieder: Ludwig Hasenmüller, Thomas Beyer, Petra Dieterich

StS 2162 bei Velden, von Güntersthal/Hersbruck kommend

Anmerkung: Desolater Zustand mit abgefahrenen Rändern, lange nicht saniert (Zusatz: fehlender Gehsteig)

Regierungsbezirk Oberfranken (Tour am 3. Mai):

Teilnehmende Jury-Mitglieder: Petra Dieterich, Harald Güller

Teilnehmender "Regionaler Schlaglochpate": Christoph Rabenstein

StS 2176 Kirchenlamitz nach Weißdorf

Anmerkung: Die Straße sind besonders in den Ortschaften Benk und Weißdorf in einem sehr schlechten Zustand. Die Ränder sehr stark ausgebrochen und dies bei einer ohnehin sehr schmalen Straße.

Regierungsbezirk Unterfranken (Tour am 25. Juni):

Teilnehmende Jury-Mitglieder: Petra Dieterich, Harald Güller

Teilnehmender "Regionaler Schlaglochpate": Harald Schneider

StS 2303 von Aura nach Fellen (und dann eigentlich auch weiter der Streckenabschnitt nach Burgsinn)

Anmerkung: Insbesondere rechter Fahrbahnrand von Richtung Aura kommend ist immer wieder abgebrochen, teilweise Schlaglöcher und lange Risse, Verkehr muss immer wieder ausweichen. Von Fellen nach Burgsinn auch kompletter Flickenteppich, der immer wieder aufgerissen ist.

Regierungsbezirk Niederbayern (Tour am 18. Juni):

Teilnehmende Jury-Mitglieder: Florian Baar, Harald Güller

Teilnehmender "Regionaler Schlaglochpate": Bernhard Roos

Vorschlag für Sieger: StS 2118 Schmidham - Fürstenzell (Pilzweg)

Anmerkung: Stattliches Loch; abgebrochene Fahrbahnkante, 12 m lang, bis zu 8 cm tief, bis 80 cm in die Fahrbahn ragend.

Regierungsbezirk Oberpfalz (Tour am 3. Mai):

Teilnehmende Jury-Mitglieder: Petra Dieterich, Harald Güller

Teilnehmender "Regionaler Schlaglochpate": Annette Karl

StS 2235 von Burglengenfeld nach Schmidmühlen

Anmerkung: Straßenschäden auf 6 Kilometer Länge und stattliche Schlaglöcher

Regierungsbezirk Schwaben (Tour am 3. April):

Teilnehmende Jury-Mitglieder: Florian Baar, Harald Güller

StS 2013 von Ottobeuren nach Markt Rettenbach

Anmerkung: Gesamte Strecke immer wieder Ausbesserungen, die schon wieder aufgebrochen sind. Insbesondere die Ortsdurchfahrt in Markt Rettenbach ist in einem miserablen Zustand. Straßenrand abgebrochen, Löcher und Risse, so dass Autofahrer und Fahrradfahrer ausweichen müssen und in den Gegenverkehr kommen bzw. Fußgänger gefährden.

Pressemitteilung Maria Noichl, MdL

Quelle: rosenheim24.de

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