38 Wochen Dienst für Allgemeinheit

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Vorstand Klaus Pfaffelhuber mit den Geehrten Hans Thalhauser, Josef Hierer, Hans Mayer, Ludwig Herdegen und Christian Obermeier sowie Kommandant Max Stadler (von links).

Breitbrunn - Umgerechnet 38 Arbeitswochen mit 1506 Einsatz- und Übungsstunden hat die Feuerwehr Breitbrunn im vergangenen Jahr geleistet.

Unter den 26 Einsätzen waren zwei Brände, berichtete Kommandant Max Stadler in der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Post". Großes Ziel der Wehr in diesem Jahr sei die Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeugs, teilte Vorstand Klaus Pfaffelhuber mit. Der Versammlung war ein Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Feuerwehrkameraden in der Pfarrkirche vorausgegangen, den der Männergesangverein mit der "Bruckmühler Messe" umrahmte.

Stadler erinnerte in seinem Bericht vor allem an einen Einsatz im Juli auf der Fraueninsel. Dort waren gelagerte Holz-Pellets in Brand geraten. Der schwierige Einsatz und die Überfahrt mit der Fähre seien reibungslos verlaufen.

Zusätzlich zu den Bränden musste die Wehr 2009 elfmal Hilfe leisten, unter anderem Keller auspumpen und Ölspuren auf Straßen beseitigen. Einen "spektakulären" Rettungseinsatz habe es im Juli geben. Eine Person war in einen winzigen Keller gestürzt und hatte sich wegen einer Falltür nicht mehr ausihrer misslichen Lage befreien können.

Erstmals seien auch zehn Sicherheitswachen gehalten worden, bei denen die Priener Feuerwehr bei Veranstaltungen auf der Herreninsel unterstützt worden sei, berichtete der Kommandant. Dreimal rückte die Wehr umsonst aus, weil es Fehlalarme gab: zwei bei der Erdgas-Verdichterstation in Freimoos und einen im Schloss Herrenchiemsee.

Die Einsatzbereitschaft sei mit zwölf Monatsübungen und zwölf der Jugendfeuerwehr aufrecht erhalten worden. Als "Grundpfeiler der Feuerwehrarbeit" bezeichnete Stadler die Ablegung des Leistungsabzeichens, der sich neun Männer unterzogen hatten. Als sehr wichtig nannte er die Jugendarbeit gemeinsam mit der Feuerwehr Gstadt. Fünf junge Leute konnten bei einem Aktionstag für die Wehr begeistert werden.

Stadler zufolge verfügt die Wehr über 50 aktive Frauen und Männer, von denen sieben ihren Dienst bei der Ersthilfe-Truppe "First Responder" leisten.

Kassier Christian Obermeier konnte von einem minimalen Jahresüberschuss berichten. Für die Anschaffung eines Mehrweckfahrzeugs habe die Wehr ein eigenes Finanzpolster angelegt.

Kreisbrandinspektor Richard Mittermeier ehrte zusammen mit dem Kommandanten und Bürgermeister Hans Thalhauser Kassier Obermeier für 25 Jahre aktive Dienstzeit. Für 50-jährige Mitgliedschaft zeichnete der Vorstand Hans Thalhauser und Josef Hierer, für sogar 60 Jahre Ludwig Herdegen aus.

Die Wehr hat ein historisches Feuerwehrfahrzeug, einen "Opel-Blitz", geschenkt bekommen, der hergerichtet und für Vereinszwecke verwendet werden soll, berichtete Vorstand Pfaffelhuber. Weit fortgeschritten seien die Vorbereitungen für die Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeugs, das rund 50000 Euro kosten soll. Es wird in erster Linie für den Transport der Feuerwehrmänner zu Einsatzorten gebraucht. Das Fahrzeug soll aus Eigenmitteln, Zuschüssen und Spenden finanziert werden.

Bürgermeister Thalhauser würdigte die Arbeit der Wehr und der "First-Responder"-Truppe. Als großes Manko bezeichnete er die ständigen Fehlalarme, besonders auf Schloss Herrenchiemsee.

Pfaffelhuber teilte mit, dass es heuer erstmals keinen Feuerwehrball zu Ostern geben werde. Die nächsten Termine seien der musikalische Frühschoppen am Pfingstmontag, 24. Mai, und das Dorffest am Freitag, 4. Juni. th

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