In zehn Jahren sehr viel geleistet

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Pfarrer Stanislaw Grzesik bei der Segnung eines Feldkreuzes in Hochstätt.

Rimsting - Wohl selten hat ein Pfarrer in einer Amtszeit von nur zehn Jahren für eine Pfarrgemeinde so viele Aufgaben bewältigt, wie Stanislaw Grzesik. Der Geistliche wird am kommenden Sonntag um 10 Uhr mit einem feierlichen Gottesdienst verabschiedet.

Grzesik nimmt eine neue seelsorgerliche Aufgabe in München wahr. Die Pfarrei St. Nikolaus wird künftig administrativ vom Priener Pfarrer und Dekan Bruno Fink als Pfarradministrator verwaltet und seelsorglich betreut. Rimsting wird in den Pfarrverband Prien eingegliedert.

Es war ein nahtloser Pfarrerwechsel vor zehn Jahren in der Pfarrei St. Nikolaus. Der Geistliche Herbert -Michel, der im Ruhestand drei Jahre die Pfarrei leitete, wurde verabschiedet und der aus Polen stammende Priester Stanislaw Grzesik in sein Amt als Pfarradministrator eingeführt. Als solcher hat er die gleichen Rechte und Pflichten wie ein Pfarrer, kann jedoch von der Bischofsleitung jederzeit versetzt werden. Dies liegt bei ausländischen Priestern im Konkordat begründet.

Grzesik hatte es anfangs wohl nicht für möglich -gehalten, dass so viele große Aufgaben auf ihn warteten. In seiner ersten Predigt -versprach er damals jedoch, sich nach Kräften um den Aufbau der Gemeinde zu kümmern.

Wenige Monate später wurde bereits die Innenrenovierung der Pfarrkirche mit einer neuen Decke abgeschlossen. Die Planungen und überlegungen für den Neubau eines Pfarrheimes bestanden in der Gemeinde schon längere Zeit. Das bestehende Pfarrheim genügte immer weniger den Anforderungen.

Rimsting bekam ein modernes und großzügiges Pfarrheim mit einem schönen Saal und Gruppenräumen.

Parallel dazu ging es um die Neubeschaffung einer Orgel. Mit vielen Spenden wurde ein neues Instrument beschafft und vom Bruder des jetzigen Papstes, Professor Dr. Georg Ratzinger, eingeweiht.

Eine gewaltige Aufgabe des Pfarrers zusammen mit der Kirchenverwaltung war anschließend die Außenrenovierung des Langhauses und des Kirchturms. Große Probleme bereitete der Turm, da das Geläut ihn in immer stärkere Schwingungen versetzt hatte und man um die Bausubstanz fürchtete. Das Geläut wurde neu geordnet und eine Glocke entfernt.

Zusätzlich zur Außenrenovierung bekam das Langhaus noch ein neues Dach. Die letzte bauliche Herausforderung, mit der sich der Pfarrer auseinandersetzen musste, war erst kürzlich die Neugestaltung der Außenanlagen rund um die Pfarrkirche.

Vor seiner Tätigkeit in Rimsting war Grzesik drei Jahre lang als Kaplan in den Münchner Pfarreien St .Josef und St. Benno tätig. Sein Lebensweg führt ihn jetzt wieder in die Landeshauptstadt zurück.

Seine Wiege stand in Lagow in Polen, wo er am 12. März 1960 geboren wurde. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er am Priesterseminar der Redemptoristen in Tuchow. 1986 und 87 absolvierte er einen Missionskurs in Belgien. Die Priesterweihe als Angehöriger dieses Ordens erhielt Grzesik im Juli 1986 auf Teneriffa. Anschließend wirkte er drei Jahre als Missionar in Bolivien, vertrug jedoch das Klima nicht.

Ab 1990 war der Geistliche Vikar und Pfarradministrator in La Gomera auf den Kanaren. Anschließend betreute er als Pfarrer auf der Insel Teneriffa zwei Pfarreien. Von 1994 bis 1996 nahm er nochmals ein Studium auf, bis sein Weg ihn 1997 nach München führte.

Mit dem Gottesdienst am Sonntag will Grzesik sich von seiner Pfarrei verabschieden. Von einem sonst üblichen Stehempfang danach will er jedoch Abstand nehmen.

Chiemgau-Zeitung

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