Ziel ist stationäres Hospiz für den Raum Prien

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Prien - Würdevoll wurde der zehnte Geburtstag der Hospizgruppe Prien und Umgebung mit einem Benefizkonzert in der Kirche Mariä Himmelfahrt begangen. Der frühere Landtagspräsident Alois Glück hielt eine Rede.

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Im Namen der Hospizgruppe dankte Vorsitzender Stefan Scheck Dekan Bruno Fink, der die Pfarrkirche für das Benefizkonzert zur Verfügung gestellt hatte. In seiner Rückschau auf die Geschichte der Hospizbewegung ging Scheck bis ins 4. Jahrhundert zurück, als ein sogenanntes Hospizium nicht nur eine Herberge für Pilger und Reisende war, sondern auch kranke und sterbende Reisende aufnahm.

Im Jahre 2002 wurde die Hospizgruppe Prien gegründet, die heute 207 Mitglieder zählt, von denen 35 in der aktiven Sterbebegleitung tätig sind. "Das Ziel des Hospizvereins ist die Gründung eines eigenen stationären Hospizes in Prien", sagte Scheck.

Spenden und Mitgliedsbeiträge finanzieren Hospizverein

"Nicht alle Menschen sind dazu bereit, sich mit dem Thema Sterben auseinander- zusetzen", stellte Zweite Bürgermeisterin Renate Hof fest. Umso mehr bewundere sie die ehrenamtliche, aktive Arbeit in der Hospizbewegung. Dank der Mitgliedsbeiträge und Spenden könne der Hospizverein finanziert werden.

"Die Hospizbewegung ist die Antwort auf die aktive Sterbehilfe", sagte der frühere Landtagspräsident Alois Glück in seiner Funktion als Mitglied im Stiftungsrat der Deutschen Hospiz- und Palliativstiftung. Gerade in Zeiten des Fortschritts sollte der Fortschritt im Dienste des Menschen nicht vergessen werden. Darum gelte: Menschen sollten ehrenamtlich, doch mit der entsprechenden Ausbildung für Kranke und Sterbende da sein. Dabei würden sie andere Dimensionen des eigenen Lebens kennenlernen. Dabei gelte stets der erste Artikel des Deutschen Grundgesetzes: "Die Würde des Menschen ist unantastbar."

Würdevolles Benefizkonzert

Würdevoll war das Programm, das Schütz für das Benefizkonzert zusammen- gestellt hatte. Unter seiner Leitung sang die Capella Vocale Prien vier- bis achtstimmige Motetten von Johannes Brahms und von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

In der "Kreuzstab-Kantate" von Johann Sebastian Bach beeindruckte der Bariton Thomas Schütz mit Arien, Sprechgesängen und einem Choral, begleitet vom "Collegium Musicum Prien" sowie Barbara Stegemann an der Solo-Oboe, Pavel Limpar am Fagott und Bartholomäus Prankl an der Orgel. Ebenso eindrucksvoll sang Thomas Schütz das "Et in spiritum sanctum" aus der Messe in h-Moll".

Scheck freute sich darüber, dass Thomas Schütz für das Benefizkonzert aus London gekommen war, wo er derzeit ein Master Studium an der renommierten Guildhall School of Music and Drama absolviert.

gf/Chiemgau Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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