Experten der "CIMA" für Ortsmarketing arbeiten für Marktgemeinde Prien an Förderantrag

Zuschüsse winken für Ortsentwicklung

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Prien - Ganz schnell möchte die Marktgemeinde Prien ein möglichst breites Themenfeld zur Ortsentwicklung zusammenfassen und Fördergelder für die Entwicklung des Zentrums bei der Regierung beantragen.

Dazu hat sich der Gemeinderat nicht nur professionelle Begleitung geholt, sondern auch einen Infoabend veranstaltet, um die Bürger mit ins Boot zu holen.

Bürgermeister Jürgen Seifert stellte im kleinen Kursaal Kerstin Askemper und Achim Gebhardt von der "CIMA GmbH vor", ein Unternehmen, das auf Stadtentwicklung und Marketing spezialisiert und im gesamten dutschsprachigen Raum aktiv ist. Die Abkürzung steht für "City-Management".

Die "CIMA"-Experten sollen nun im Namen der Gemeinde schnell einen entsprechenden Förderantrag formulieren. "Es darf mit keiner Maßnahme vorher begonnen werden", da sonst keine Förderung gewährt werde, betonte Seifert die Spielregeln. Deshalb liegt derzeit auch das Sanierungskonzept für das Heimatmuseum auf Eis (wir berichteten). Der Förderantrag muss bis Ende dieses Monats fertig sein, um in dem speziell aufgelegten Programm berücksichtigt werden zu können. Für die Umsetzung von Maßnahmen haben die Kommunen dann bis 2016 Zeit.

Mehrfach unterstrich der Bürgermeister im Laufe des Abends, dass es nicht um einzelne Projekte gehe. Er erinnerte an den Beschluss des Gemeinderats, über eine Arbeitsgruppe das Thema Leitbild auf den Weg zu bringen. Insbesondere lobte er in diesem Zusammenhang die Arbeit in den Bürgerwerkstätten und die Initiative der "PrienPartner", um den Ort noch lebendiger zu gestalten.

Ursächlich für die Initiative seien auch die Bemühungen der Kulturreferentin Dr. Claudia Trübsbach gewesen, die sich engagiere, um das Heimatmuseum attraktiver zu machen.

Nun wolle die Gemeinde die Bürgerinnen und Bürger noch mehr einbeziehen, denn auch bei der Ortsentwicklung setzte Prien auf Dialog, betonte Seifert.

So fand jeder Besucher eine gelben Zettel und einen Stift auf seinem Platz, um seine Ideen für Prien aufzuschreiben. "Die CIMA wird die Zettel einsammeln, auswerten und in den Förderantrag mit einfließen lassen", kündigte Seifert an. Er warb auch dafür, dass sich die Besucher des Infoabends in ausgelegte Listen eintragen sollten, um ihre Unterstützung zu signalisieren.

Askemper und Gebhardt schilderten dann Beispiele aus ihrer Arbeit, unter anderem in Forchheim, um zu demonstrieren, welche Problemstellungen in Städten bewältigt werden könnten. Das Ziel sei immer ein aktives Stadt- oder Ortszentrum, erklärte Askemper. Als Rahmendaten nannte sie rund 24 Millionen Euro, die als Fördergelder in 70 Projekte in ganz Deutschland geflossen seien. "Derzeit arbeitet die ,CIMA' für zehn Kommunen".

Sie warb ebenfalls für eine aktive Mitarbeit der Bürger und nannte als besondere Ansprechgruppe die Immobilienbesitzer, denn diese seien nicht nur für die Fassadengestaltung verantwortlich.

Als Organisationsmodell schlug sie eine Lenkungsgruppe vor, die aus Vertretern der Gemeinde, Selbstständigen und privaten Akteuren bestehen könne, und die Bildung projektbezogener Arbeitskreise.

Sie hatte auch konkrete Beispiele parat. So sei in Forchheim ein Licht-"Masterplan" für die Innenstadt entwickelt worden, um Ortsbild prägende Immobilien ins rechte Licht zu setzen. "Licht lockt Leute, und Besucherströme sind so lenkbar", erklärte Askemper.

Selbstverständlich müsse die Gemeinde aber "immer schauen, was passt zu uns", ergänzte Gebhardt.

daa

Rubriklistenbild: © dpa

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