Zwei Feste im Kieswerk genehmigt

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Ein Bild aus dem vergangenen Jahr: Jetzt wurde das Mango Bob Festival auch für 2011 genehmigt.

Grabenstätt - Der Firma Monta-Music wurden zwei Feste im ehemaligen Kieswerk in Kraimoos genehmigt - aber: ihr wurden strenge Auflagen auferlegt!

Zu einer ausgiebigen Debatte führte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderat ein Antrag der Firma Monta-Music aus Traunstein. Seit zwei Jahren veranstaltet die Firma im ehemaligen Kieswerk in Kraimoos Diskoveranstaltungen mit zum Teil mehreren 1000 Besuchern. Generell hatte der Gemeinderat zugesagt, der Firma pro Jahr vier Einzelveranstaltungen zu genehmigen. Nun plant Monta-Music, an zwei aufeinander folgenden Tagen - am 10. Juni eine "Summerplus Party" und am 11. Juni ein "Mango Bob Festival" - jeweils mit Live Musik anzubieten.

Bilder vom Mango Bob Festival im Mai 2010:

Mango Bob am 29.05.2010

Gerhard Wirnshofer (Bürgerliste Erlstätt) äußerte Bedenken. Da könnte leicht eine Situation ähnlich wie bei einem Festival entstehen, war er der Meinung. Es sei vorstellbar, dass viele Besucher auf dem Gelände übernachten würden. Die Leute kämen zum Teil von weit her. Daher sei anzunehmen, dass viele Besucher campen, um auch an der zweiten Veranstaltung teilzunehmen. Ein enormer Fußgängerverkehr, dazu viele Betrunkene und dann vielleicht auch noch Camper über zwei Tage wären die Folge. Er wolle die Feste nicht verhindern, doch müsse es schon Grenzen geben.

Bilder vom Stade Zeit Fest im November 2009:

Stade Zeit Fest am 28.11.2009

Anton Mayrhofer (Freie Wähler) fragte nach, ob es sich hier schon um zwei Veranstaltungen oder nur um eine einzige handle. Bürgermeister Georg Schützinger antwortete, es seien ganz klar zwei separate Feste beantragt mit einem Veranstaltungsschluss um jeweils 3 Uhr. Franz Wiesholler (CSU) war der Meinung, nur eine zu genehmigen. Christl Stefanutti (CSU) hegte die Befürchtung, dass Kombikarten verkauft würden. Joseph Pfeilstetter (UWU) sprach sich für beide Veranstaltungen aus, Monta-Music würde die Sache professionell betreiben. Wenn schon die Möglichkeit bestünde solle den jungen Leuten auch etwas geboten werden.

Hans Pertl (CSU) meinte, es sollten entsprechende Auflagen gemacht werden. Derselben Meinung waren auch Robert Muggenhamer (Bürgerliste Erlstätt) und Andreas Danzer (Freie Wähler). Max Wimmer (CSU) sah das kritisch. Schließlich läge ein gewisses Gefahrenpotential darin, die Leute womöglich angetrunken wegzuschicken. Mit zwölf zu drei Stimmen einigte sich das Gremium schließlich darauf, dass keine Zelte und Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden dürfen. Außerdem muss das Gelände zwischen den Veranstaltungen geschlossen werden. Damit hatte die neuerliche Eingabe der beiden Familien Pietsch aus Kraimoos auf Nichtgenehmigung der Feste keinen Erfolg.

kem/Chiemgau-Zeitung

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