Zwei kleine erste Klassen

Bernau - 33 Abc-Schützen sind dieser Tage in Bernau in ihr erstes Schuljahr gestartet. Einmal 16 und einmal 17 Schüler sitzen in den beiden Eingangsklassen. Ihre Lehrerinnen heißen Ursula Krause und Bettina Sonnenhuber.

Aufgeregt kamen die Abc-Schützen zum ersten Mal in die Volksschule Bernau. Nach einem Wortgottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Josef Bacher hieß Rektor Wolfgang Prechter die Erstklassler und ihre Eltern in der Aula der Schule willkommen. Von Trommeln begleitet, sangen die größeren Kinder ein Lied. Konrektorin Petra Henz übergab den Erstklasslern einen "Leuchtzauberstab", der ihnen in den kommenden Wochen und Monaten zur Seite steht, wenn sie nun das Rechnen, Schreiben und Lesen lernen. Von dem Lied der zweiten Klassen begleitet, zogen die Abc-Schützen dann mit ihren Lehrerinnen in ihre Klassenzimmer ein. Mit 178 Schülern - mit sechs weniger als im September 2008 - startet die Schule in das neue Jahr. In nach wie vor insgesamt acht Klassen werden sie unterrichtet. Die 1a und die 1b sind am kleinsten, die 4a und die 4b mit jeweils 27 Mädchen und Buben am größten.

Zwölf Lehrer vermitteln Wissen und Fertigkeiten: acht Klass- und vier Fachlehrer. Neu an der Schule sind Klasslehrerin Bettina Sonnenhuber und Sonja Ohle, Fachlehrerin für Werken und Textiles Gestalten. Sie ersetzen Andrea Fuchs und Maria Auer, die in Mutterschutz gegangen ist beziehungsweise von Bernau weg versetzt worden ist. Eine "mobile Reserve" steht nun nicht mehr zur Verfügung - und so hat Prechter jetzt erst recht alle Hände voll zu tun, wenn er zu Beginn des Schuljahres all die anstehenden organisatorischen Aufgaben erledigen muss und auf diese zusätzliche Kraft nicht mehr zurückgreifen kann. Die Mittagsbetreuung ist und bleibt gefragt. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass rund 50 bis 60 Anmeldungen eingehen. Vier Gruppen sind geplant. Erstmals überhaupt wird eine Betreuung auch bis 17 Uhr angeboten. Bislang ist sie immer bereits um 14 Uhr zu Ende gegangen.

Nach wie vor erhalten die Grundschüler in Bernau auch die Möglichkeit, am Mittag in der Schule zu essen. Auch im neuen Schuljahr kommen warme Mahlzeiten ins Haus. Die Gemeinde Bernau, der Sachaufwandsträger der Schule, erneuert die Küche. Mit den Arbeiten hat sie angefangen. Noch nicht begonnen hat die von der Gemeinde geplante energetische Sanierung des Schulhauses. Mit finanzieller Unterstützung durch den Bund will die Kommune unter anderem die Fenster erneuern und schließlich den Energiebedarf verringern (wir berichteten).

Auch im neuen Jahr setzt sich die Schule zum Ziel, sich ein, wie Rektor Prechter sagt, "musikalisches Profil" zu geben. Und so eröffnet sie zahlreichen Kindern erneut in zwei Arbeitsgruppen (AG) die Möglichkeit, zu trommeln und Theater zu spielen. Der kleine Wermutstropfen: Beide Gruppen kommen heuer jeweils nur mehr eine Stunde pro Woche zusammen - und nicht mehr wie im letzten Jahr jeweils zwei. "Mehr Stunden haben wir nicht bekommen", sagt Prechter. Auch diesmal wieder sei die Lehrerstundenzuweisung der Regierung von Oberbayern für die Grundschulen im Landkreis Rosenheim "nicht gerade üppig" ausgefallen. Ein fester Bestandteil des Unterrichtes in allen Klassen bleibt die Leseerziehung. Und so wird in der Schule auch weiterhin mit dem Computer-Programm Antolin gearbeitet: Die Schüler lesen ein Buch und beantworten dann interaktive Quizfragen zum Inhalt. Auf diese Weise fördert Antolin das sinnentnehmende Lesen.

Auch mehrere Projekte stehen im neuen Schuljahr an: neben einer Dichterlesung und einem Vorlesewettbewerb unter anderem auch ein Tag der Tracht und Volksmusik. In sein zweites und damit letztes Jahr geht das Commenius-Projekt, die Zusammenarbeit mit Grundschulen in anderen Ländern. Im November reist eine Abordnung aus Bernau zu einer Schule im Nachbarland Österreich.

pü/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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