Zweimal Nein gesagt

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Prien - Sehr unterschiedlich hat der Bauausschuss des Marktgemeinderats über Anträge für Neu- und Ausbauten von Wohngebäuden entschieden.

Die Anträge standen in der jüngsten Sitzung auf der Tagesordnung. Einige Vorhaben genehmigte das Gremium, vertagte aber auch eins und lehnte zwei ab.

Nur zwei Befürworter fand der Antrag der "Alpina Objekt GmbH" für ein Haus mit drei Wohnungen auf dem Grundstück Hochgernstraße 9. Der siebenköpfigen Mehrheit war das Vorhaben zu massiv. Auf dem geteilten Grundstück war im nördlichen Teil (Postadresse Hochfellnstraße 12) zwar ein identisches Mehrfamilienhaus genehmigt worden, dieser Grundstücksteil ist aber größer. Zudem sah die Planung vor, das eine Gebäudeecke sehr nah an die Hochalpenstraße gerückt worden wäre.

Sogar einstimmig abgelehnt wurde die Voranfrage für ein Einfamilienhaus an der Ludwigstraße 33 in Predator, für das im Nordwesten des bestehenden Wohnhauses eine Garage weichen sollte. Das Gremium schloss sich der Einschätzung der Verwaltung an, dass sich das Vorhaben in exponierter Lage nicht in die Umgebungsbebauung einfügen würde und monierte zudem, dass der Neubau größer geworden wäre als das bereits existierende Wohnhaus auf dem Grundstück.

Entscheidung zurückgestellt

Vertagt wurde die Entscheidung über einen Anbau an ein Reiheneckhaus im Rübezahlweg. Die Eigentümer wollten mit dem elf auf vier Meter messenden Flachbau mehr Wohnraum für die Familie schaffen. Das Gremium erkannte zwar die Notwendigkeit an, konnte sich aber mit dem Flachdach nicht anfreunden. Durch das vom Ausschuss favorisierte Satteldach würden aber Fenster des bestehenden Reihenhauses praktisch zugebaut.

Nun soll die Verwaltung zunächst nochmal mit den Eigentümern gemeinsam über alternative Lösungen verhandeln. Der Antrag wurde deshalb zurückgestellt.

Einstimmig gab der Bauausschuss grünes Licht für den Änderungsantrag zum Bau eines Wohnhauses auf einem sogenannten Hinterliegergrundstück an der Dr.-Paul-Weinhart-Straße. Zuvor war die Zufahrtssituation gerichtlich geklärt worden, berichtete Hans Bauer von der Bauverwaltung. Mitglieder des Gremiums wie Michael Anner (CSU) sahen zwar Probleme vor allem auch in der Bauphase, wenn größere Fahrzeuge über den 3,5 Meter schmalen Zufahrtsweg auf das Areal müssen, stimmten aber trotzdem zu, weil es Sache des Bauherrn sei, dieses Problem zu lösen.

Bewilligt wurden auch die Änderungen im Vergleich zur Baugenehmigung aus dem Jahr 2005. Vorgesehen ist nun ein zweigeschossiges Gebäude mit den Grundrissmaßen zehn auf 11,5 Meter, ein erdgeschossiger, gut sechs Meter langer Anbau im Südwesten sowie eine nördlich abgesetzte, sieben auf acht Meter große Garage, die durch einen Windfang mit dem Haus verbunden werden soll.

Als "schönes Gebäude" lobte Zweite Bürgermeisterin Renate Hof ausdrücklich den Plan für ein Einfamilienhaus auf dem Grundstück Angerweidachstraße 9, für das das bestehende Gebäude abgerissen werden soll. Das Vorhaben für den 10,4 auf zwölf Meter messenden Neubau mit südlichem Erkervorbau, Garage und Carport bekam ohne Diskussion einhellige Zustimmung.

Ebenso glatt - wie in allen anderen Fällen vorbehaltlich der Zustimmung des Landratsamtes als übergeordnete ter Genehmigungsbehörde - verlief die Abstimmung für einen fünf auf fünf Meter messenden Anbau an das Wohnhaus in der Jensenstraße 21.

db/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser