Kunsthandwerkermarkt in Seeon entpuppte sich wieder als ein Besuchermagnet

Zwischen Tradition und Gegenwart

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Auch den Kindern wurde einiges geboten. Fotos rasch

Seeon - Der Kunsthandwerkermarkt in Seeon zu Pfingsten entpuppte sich auch im 18. Jahr wieder als ein Besuchermagnet.

An allen drei Tagen herrschte auf dem Marktgelände beim "Alten Wirt" reges Treiben und auch die rund 70 Aussteller, darunter einige Neue, konnten sich laut Aussagen von Tony Hahn vom Organisationskomitee über Absatzmangel nicht beklagen.

Um dem Verkehrschaos der vergangenen Jahre entgegenzutreten, wurde die Ortsdurchfahrt von Seeon erstmals gesperrt. Diese Regelung habe vor allem die Seeoner Bevölkerung gefreut, sagte der Lederbekleidungs-Designer aus Polsing (Palling). Im Gegenzug seien vom Klosterparkplatz aus Pendelbusse eingesetzt worden, die sehr gut angenommen worden seien. Im Gespräch mit der Chiemgau- Zeitung lobte er auch die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde, dem Wirt und der Frauengemeinschaft Seeon, die wieder für ein köstliches Kuchenbuffet gesorgt hatten.

Es ist nicht nur die Kunst zwischen Tradition und Gegenwart, die den Besucher seit nunmehr 18 Jahren in ihren Bann zieht: Unter das Markttreiben mischen sich Live-Musik, Theater, Kulinarisches und auch den jüngsten Besucher wird es beim Töpfern, Schnitzen, Experimentieren oder Märchenerzählen nie langweilig. Für gerade mal zwei Euro Eintritt haben die Besucher die Möglichkeit, mit dem Bon an allen drei Tagen vorbeizuschauen und sich von Schönem und Skurrilem aber auch von Praktischem überraschen zu lassen.

Kunsthandwerkmarkt Seon

Das Auge schwelgt in Farben, Formen und Materialien mit Unikaten aus Glas, Keramik, Holz, Papier, Textil, Bildhauerei und vieles mehr. Zum ersten Mal mit von der Partie mit ihrer "Blaudruckwerkstatt" war unter anderem Angelika Thielemann. Für ihre "Werkstatt" und Technik interessierten sich nicht nur Traditionsbewusste. Bei dieser historischen Stoffdrucktechnik werden mit hölzernen Druckmodeln Stoffe im seltenen, alten Reservedruckverfahren "reserviert", mit Druckpapp bemustert und so für das Färben in Indigo vorbereitet. Früher wurde die einheimische Pflanze Färberwaid zum Färben eingesetzt. Seit dem 17. Jahrhundert wird sie durch das qualitativ hochwertige Indigo ersetzt.

Chiemgau-Zeitung

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