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Durch Neu- und Triebschnee

Warnstufe 4 von 5: Sehr hohe Lawinengefahr in Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen

Am Dienstagvormittag rückten die Bergwachten Ruhpolding, Inzell, Bergen und Traunstein zu einem Lawineneinsatz in den Ruhpoldinger Bergen aus.
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Am Dienstagvormittag rückten die Bergwachten Ruhpolding, Inzell, Bergen und Traunstein zu einem Lawineneinsatz in den Ruhpoldinger Bergen aus.

Chiemgau/Ruhpolding – Durch die mitunter enormen Mengen an Neuschnee steigt auch die Lawinengefahr. In den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen wird im Lagebericht des Lawinenwarndienstes Bayern bereits davor gewarnt.

Update, 2. Februar, 9.15 Uhr - Große Lawinengefahr oberhalb der Waldgrenze

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Viel Neuschnee vor allem in höheren Lagen, wechselhafte Temperaturen und starker bis stürmischer Wind sorgen weiterhin für Lawinengefahr in der Region. Im Lawinenlagebericht von Mittwoch (2. Februar) wird durch den Lawinenwarndienst Bayern für die Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen oberhalb der Waldgrenze vor großer Lawinengefahr (Stufe 4 von 5) gewarnt.

Auch unterhalb der Waldgrenze ist bei erheblicher Lawinengefahr (Stufe 3 von 5) besondere Vorsicht geboten. Große Schneebrettlawinen können vielerorts bereits durch einen einzelnen Skifahrer oder Tourengeher ausgelöst werden oder als sehr große Lockerschneelawinen spontan abgehen. Besondere Gefahrenstellen befinden sich im Steilgelände aller Hangrichtungen vor allem kammnah, in eingewehten Rinnen und Mulden und auch kammfern hinter Geländekanten.

Lawinengefahren sind unbedingt ernst zu nehmen – diese werden insbesondere von weniger Bergerfahrenen oft unterschätzt. Die aktuellsten Lawinenlageberichte sind unter www.lawinenwarndienst-bayern.de abrufbar. Lawinen-Experten von Polizei und Alpinverbänden haben zudem ein Faltblatt mit neuesten Erkenntnissen der Lawinenkunde erstellt, welches unter https://bit.ly/3okh59T zum Download bereitsteht.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Update, 15.50 Uhr - Lawineneinsatz in den Ruhpoldinger Bergen

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Zu einem Lawineneinsatz wurde die Bergwacht Ruhpolding am Dienstagvormittag alarmiert. Zwei Skitourengeher hatten in einem steilen Waldgebiet östlich der Hörndlwand einen Lawinenabgang gemeldet. Sie hatten ein frisches Schneebrett gesehen und eine Skispur, die einfuhr, aber nicht mehr ausfuhr.

Deshalb vermuteten sie, dass in der Lawine eine Person verschüttet sein könnte. Sie alarmierten die Rettungskräfte und begannen selbstständig mit der Verschüttetensuche.

Die Bergwacht Ruhpolding startete daraufhin einen Lawineneinsatz. Ein Hundeführer wurde vom Rettungshubschrauber Christoph 14 aufgenommen, konnte aber wegen schlechter Sicht nur bis zur Chiemgau Arena fliegen. Die Rettungskräfte mussten mit Schneefahrzeugen, Pistenraupen von der Gemeinde Ruhpolding und später zu Fuß zur Einsatzstelle aufsteigen. Parallel wurde die Bergwacht Inzell alarmiert und organisierte den Bereitstellungsraum weiterer anrückender Kräfte beim Gasthof Seehaus.

Im weiteren Verlauf wurde der Auslöser des Scheebretts angetroffen und bestätigte den von ihm ausgelösten Lawinenabgang. Die Bergwacht stieg dennoch mit zwei Hundeführern von der Lawinenhundestaffel Chiemgau und einem Bergwacht-Notarzt zur Lawine auf und suchte nach Verschütteten. Als Personenbeteiligung ausgeschlossen werden konnte, wurde der Einsatz beendet.

Insgesamt waren mehr als 30 Einsatzkräfte von den Bergwachten in Ruhpolding, Inzell, Bergen und Traunstein sowie von der Lawinenhundestaffel Chiemgau und der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei im Einsatz.

Die Einsatzstelle liegt nördlich des Seehauser Hochkienbergs im bewaldeten Gelände auf etwa 1300 Metern Höhe. Die Hangneigung beträgt dort etwa 30 Grad. Der Lawinenwarndienst Bayern gab am Montagabend für Lagen oberhalb von 1400 Metern eine erhebliche Lawinengefahr aus (Warnstufe 3). Am Dienstagmittag gab es ein Update, in dem die erhebliche Lawinengefahr auch für tiefere Lagen ausgegeben wurde. Das Problem sind derzeit große Neuschneemengen und störanfälliger Triebschnee in allen Hangexpositionen.

Pressemitteilung Bergwacht Ruhpolding

Erstmeldung:

Im Lagebericht für den Dienstag (1. Februar) wird durch den Lawinenwarndienst Bayern für die Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen vor ergiebigen Schneefällen und damit vor erhöhter Lawinengefahr gewarnt. Die Lawinengefahr ist oberhalb von 1400 Meter in höheren Lagen von mäßig auf erheblich gestiegen. Die Hauptgefahr geht von Neu- und Triebschnee aus. Viele Gefahrenstellen befinden sich im Steilgelände aller Hangrichtungen vor allem kammnah, in eingewehten Rinnen und Mulden und auch kammfern hinter Geländekanten.

Mittelgroße Schneebrettlawinen können vielerorts bereits durch einen einzelnen Skifahrer ausgelöst werden. Besonders in den Hochlagen können Lawinen an stark eingewehten Hängen auch groß werden. Lockerschnee- und Schneebrettlawinen können sich zudem aus steilen Hängen von selbst lösen und in den Hauptniederschlagsgebieten ebenfalls groß werden. Es sind weitere Niederschläge und starker Wind angekündigt. Die Lawinengefahr wird weiter ansteigen. Den vollständigen Lawinenwarnbericht finden Sie hier.

Pressmitteilung LRA Traunstein

Auch vom DWD existieren nach wie vor mehrere Warnungen für die Region. Auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes wird weiterhin mit Warnstufe drei von vier vor starken Schneeverwehungen über 800 Metern und vor starken Schneefall über 1000 Metern gewarnt. Die Warnungen gelten mitunter noch bis Donnerstagmorgen (3. Februar) um 6 Uhr morgens.

nt