Wahlversammlung der umbenannten Bürgergruppe in Erlstätt

"Die Bürgergruppe bleibt immer Erlstätt"

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Kommt ein Dorfplatz ans alte Erlstätter Schulhaus?

Erlstätt - Die Bürgergruppe Erlstätt tritt zur Kommunalwahl nur unter dem Namen "Bürgergruppe" an. Die Gründe dafür und weitere Ziele wurden auf einer Wahlversammlung gezeigt:

„Wir haben in den vergangenen sechs Jahren eine sehr erfolgreiche Politik gemacht“, stellte Zweiter Bürgermeister Robert Muggenhamer zu Beginn der sehr gut besuchten Wahlversammlung der „Bürgergruppe“ im Gasthof „Fliegl“ in Erlstätt klar. Man habe stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger gehabt, Gespräche gesucht und rechtzeitig über wichtige Sachfragen und Entscheidungen informiert. Mit Freude schaue er auf die erweiterte und sanierte Turnhalle des SV Erlstätt und in Grabenstätt auf die neue Mehrzweckhalle, den neuen Pfarrkindergarten und die Fernwärmeversorgung. Nach dem Abschluss der Maßnahmen in Grabenstätt, sei es 2015 an der Zeit, die Ortskernsanierung (Städtebauförderung) auf Erlstätt auszudehnen, war sich Muggenhamer mit seinem Gemeinderatskollegen Gerhard Wirnshofer einig.

Einsatz für Kreisverkehr und Radweglückenschluss südlich von Erlstätt

Was den Kreisverkehr zwischen Erlstätt und Tettenmoos anbelange, bahne sich womöglich eine Lösung an, zeigte sich Wirnshofer vorsichtig optimistisch. Des Weiteren forciere die Bürgergruppe den Radweglückenschluss zwischen Tettenmoos und Erlstätt sowie den Radwegbau zwischen Langenspach und Erlstätt, Tempolimit und Überholverbot bei Tettenmoos, Sanierung der Gemeindestraßen, Überquerungshilfen an der Tüttenseestraße und Kirchbergstraße sowie die Verbesserung der Sicherheit am Fußgängerüberweg in Erlstätt. Mit Überzeugungskraft und guten Argumenten habe man die Gemeinderatskollegen überzeugen können, dass der Gemeindekindergarten in Erlstätt eine Kinderkrippe benötige, freute sich Wirnshofer. Für die Zukunft sei es wichtig, Wohnbauland für junge Familien auszuweisen, heimische Gewerbebetriebe mit ihren Arbeitsplätzen zu stärken und die Barrierefreiheit auszubauen. Bei der Bereitstellung von neuen Gewerbeflächen sei ein sparsamer Flächenverbrauch ratsam.

Dorfplatz am alten Erlstätter Schulhaus?

Für die Renovierung und zukünftige Verwendung des alten Erlstätter Schulhauses brauche man ein Gesamt-Konzept. Wenn man den Anbau ans historische Gebäude wegreiße, könnte dort der bisher fehlende Dorfplatz entstehen. Gemeinderat Franz Kreiler betonte, dass er sich auch in Zukunft für ein „einwandfreies Trinkwasser“ einsetzen werde. Bei der Ausweisung eines Wasserschutzgebietes müssten aber auch die Probleme der Landwirte berücksichtigt werden. In puncto Hochwasserschutz gebe es Nachholbedarf. Was den Ausbau und die Pflege der Sickerbecken in Erlstätt anbelange, gelte es einen „Notfallplan“ zu erarbeiten. Zudem müssten die Vereine und deren Jugendarbeit weiter unterstützt und Neubürger noch besser integriert werden. Abschließend forderte Kreiler ein schnelles Internet in der ganzen Gemeinde.

Gründe für die Umbenennung der Bürgergruppe

Bei der Vorstellung der 13 anderen Gemeinderatskandidaten der Bürgergruppe wurde deutlich, dass man in Zukunft nicht mehr drei, sondern mindestens vier Gemeinderäte stellen möchte, um die Interessen Erlstätts noch besser vertreten zu können. Einigkeit bestand auch darin, dass das Radwegenetz um Erlstätt dringend ausgebaut werden müsse. Zudem wolle man, wenn möglich, wieder einen kleinen Dorfladen auf die Füße zu stellen. Wünschenswert sei auch ein eigener Dorfplatz für Feste und das Maibaumaufstellen. Als Klaus Mitterer am Ende kritisch nachfragte, warum man die „Bürgergruppe Erlstätt“ unlängst kurzerhand in „Bürgergruppe“ umbenannt habe, ging die Versammlung in die Verlängerung. „Wir geben erfahrungsgemäß bei Kommunalwahlen immer Stimmen nach Grabenstätt runter, doch welcher Grabenstätter wählt einen Erlstätter, wenn Bürgergruppe Erlstätt drübersteht?“, argumentierte Muggenhamer. Mit der Umbenennung wolle man auch zeigen, dass man sich mehrheitlich mit Themen auseinandersetze, die die Gesamtgemeinde betreffen. „Wir werden unsere Identität als Erlstätter auch in Zukunft bewahren“, versicherte Muggenhamer. Um „uns zu öffnen“, habe man sich eigentlich schon vor sechs Jahren umbenennen wollen, betonte Gerhard Wirnshofer und schob sogleich hinterher: „Die Bürgergruppe bleibt immer Erlstätt“.

Bürgergruppe favorisiert Andreas Danzer als Landrat

Man habe ganz bewusst „keine Aussage gemacht, welchen Bürgermeisterkandidaten wir unterstützen, weil wir unabhängig sind“, erklärte Muggenhamer, der seit 18 Jahren Gemeinderat ist. Was den Landkreis anbelange, sei es etwas anderes, denn wann habe man schon die Gelegenheit, einen Grabenstätter zum Landrat zu wählen. Nachdem sich Gerhard Wirnshofer als Kreistagskandidat der Freien Wähler Traunstein vorgestellt hatte, appellierte Muggenhamer dazu, alle Grabenstätter Kreistagskandidaten bestmöglich zu unterstützen, damit die Gemeinde auf Landkreisebene deutlich stärker vertreten sei als bisher. 

mmü

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