Wahlerfolg für Ritter: "Jetzt wird Danke geklebt!"

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Klaus Ritter (FW) wird statt Franz Parzinger (CSU) neuer Bürgermeister von Traunreut.

Traunreut - Ein Sprichwort sagt: "Neue Besen kehren gut". In Traunreut waren die Bürger wohl der Meinung, dass es in Sachen Bürgermeister Zeit für neue Besen ist.

Denn mit 54,4 Prozent der Stimmen haben sie Klaus Ritter (FW) zum neuen Bürgermeister der Stadt gewählt. Der amtierende Bürgermeister Franz Parzinger (CSU) kam auf 45,6 Prozent. Er zeigte sich direkt nach der Wahl enttäuscht: "Die Bürger scheinen nicht zu honorieren, was wir 12 Jahre für Traunreut gemacht haben."

Grund zum Jubeln hatte dagegen der neu Gewählte. Ritter konnte das Auf und Ab seiner Gefühle gar nicht beschreiben, aber eins war klar: "Jetzt wird Danke auf die Plakate geklebt und am Mittwoch räumen wir dann alle Ständer wieder weg." Zuvor ging es natürlich zum Feiern.

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Für den Amtierenden gab es wenig zu feiern. Er zeigte sich aber mit der Wahlbeteiligung von 40,1 Prozent genauso zufrieden wie sein Gegenkandidat: "Für Traunreuter Verhältnisse ist das in Ordnung." An diesem Montag kündigte er an, dass er sein Stadtratsmandat nicht annehmen wird.

Diese Entscheidung braucht Klaus Ritter nicht zu treffen, dafür heißt es jetzt für ihn, sein Wahlprogramm umzusetzen. Ein wichtiger Punkt dabei ist für den FW-Mann die Ausbaubeitragssatzung. "Die werde ich, wenn es irgendwie geht, abschaffen." Genauso möchte er, dass sich die Traunreuter Kultureinrichtungen in einem Kulturkonzept vernetzen. Mit der erste Schritt sei aber die Innenstadtentwicklung: "Da ist seit 12 Jahren nichts passiert, außer dem Rathausplatz und der muss umgestaltet werden", sagte er im Chiemgau24-Interview.

Viel Arbeit, die Ritter zusammen mit den Bürgern und dem Stadtrat umsetzen will: "Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch, ich kann mit Leuten reden, sie einbinden, sie mitnehmen. Ob sie mit mir mitgehen, müssen sie selbst entscheiden."

cz

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