29. Gemeindepolitischer Aschermittwoch der Grassauer SPD:

Mietenkam bekommt eine neue Mitte

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Grassau - Die Ortskernsanierung in Mietenkam biete die Möglichkeit, den Ort attraktiver zu machen und mit mehr Leben zu erfüllen", betonte einleitend Rudi Jantke beim Aschermittwoch in Mietenkam.

Dadurch werde wieder eine lebendige Mitte des Ortes gestaltet, in dem sich dann alle Bürger wohlfühlen können.

Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dr. Dieter Hahn freute sich, beim 29. Gemeindepolitschen Aschermittwoch wieder am angestammten Ort in Mietenkam mehr als 80 interessierte Besucher begrüßen zu können. Die vormalige Wirtin hatte es der Grassauer SPD ermöglicht, in den noch nicht fertig gestellten Räumen des Neubaus ihre traditionelle Veranstaltung abzuhalten. Mit Schutzabdeckung des Bodens und Biergartengarnituren wurde so die erste Nutzung des zukünftigen Veranstaltungsraumes ermöglicht.

Jantke betonte im Weiteren, dass der Ersatzbau für das Wirtshaus von der Eigentümerin in Absprache mit der Gemeinde ähnlich dem Vorgängerbau gestaltet wurde. Durch den notwendigen Grunderwerb sind die Voraussetzungen für einen neuen Dorfplatz und einen Dorfladen geschaffen worden. Die Voraussetzungen dürften stimmen, denn als der letzte Laden mangels eines Nachfolgers und wohl nicht aus wirtschaftlichen Gründen schließen musste, hatte Mietenkam 150 Einwohner weniger als heute. Natürlich liegt es künftig auch an den Mietenkamern selbst, das Angebot zu nutzen. Das Gleiche gilt für den Versammlungsraum. Er bietet die Möglichkeit für viele Veranstaltungen, von Versammlungen, Vorträgen bis hin zu Ausstellungen, aber auch für dörfliche und private Feierlichkeiten. "Ein Anschluss Mietenkams an das gemeindliche Fernwärmenetz in Grassau sei aus wirtschaftlichen und technischen Gründen nicht sinnvoll", so Bürgermeister Jantke. Für Mietenkam sollten sogenannte Insellösungen in Betracht gezogen werden. Eine Hoffnung hierfür war der Heatpipe-Reformer, der neben dem Heizwerk steht. Der Betrieb wurde aber wegen der Insolvenz des Betreibers eingestellt. Ein deutsches Unternehmen wolle die Anlage übernehmen. Die Technik -Stromerzeugung durch die Vergasung von Hackschnitzeln, gleichzeitig Einspeisung der Abwärme in Wärmenetz - sei so schlüssig, dass sie auch eine Lösung für Ortsteile darstellen könnte.

Schnelles Internet auch für Mietenkam

Nachdem nun weite Teile von Grassau und ganz Rottau über einen schnellen Internetanschluss verfügen, gibt es durch die Auflage eines neuen Breitbandförder-Programms gute Chancen für das schnelle Internet in Mietenkam. Dies ist nicht nur eine Notwendigkeit für Gewerbebetriebe sondern gehöre mittlerweile zum Bedarf der breiten Bevölkerung. Abschließend betonte Rudi Jantke, dass die erfolgreiche Arbeit in Grassau nur in der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Marktgemeinderäten über alle Fraktionsgrenzen möglich war, unterstützt aber auch durch alle Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung und den Bauhof. Er hoffe, seine Arbeit als Bürgermeister weiter fortsetzen zu können und wünsche sich dabei auch, dass auch in den nächsten Marktgemeinderat eine starke SPD-Fraktion zur parteipolitischen Ausgewogenheit in diesem Gremium Einzug halten wird.

Radlweg zum Chiemsee

Auf die Frage von Folker Schindelmayr, wann denn endlich der Radlweg von Mietenkam zum Chiemsee gebaut werde, stellte Rudi Jantke fest, dass sich damit nun schon nacheinander drei Überseer Bürgermeister befasst haben. Das Bemühen, im Überseer Gemeindegebiet die nötigen Voraussetzungen zu schaffen, sind bisher aber leider an der fehlenden Bereitschaft von Grundstückseigentümern gescheitert. So werde die Strecke von Mietenkam bis zum Chiemsee bedauerlicherweise wohl eine der letzten Kreisstraßen im Landkreis ohne begleitenden Radweg bleiben. Auf die Frage nach der Vereinbarkeit der Nutzung der Tiroler Ache zur Stromerzeugung und den Belangen des Hochwasserschutzes erläuterte Xaver Schreiner, dass die Stromerzeugung zu keiner Erhöhung der Bedrohung durch Hochwasser führen dürfte, wie Untersuchungen gerade der in der Diskussion stehenden Fließwasser-Kraftwerken zeigen. Zudem sei jedem Verantwortlichen in den Gemeinden des Ökomodells klar, dass keine Maßnahme getroffen werden dürfe, welche die vorhandene Bebauung sowie auch die landwirtschaftlichen Flächen gefährde.

Hochwasserschutz, weiterhin eine drängende Aufgabe

Zum Hochwasserschutz stellte Rudi Jantke fest, dass die große Politik in den Zeiten des Hochwassers zwar regelmäßig große Ankündigungen zu zukünftigen Maßnahmen mache. Umso mehr Zeit danach vergeht, umso mehr verschwindet das Thema dann auch wieder aus der öffentlichen Diskussion. Es müssen aber umgehend Maßnahmen getroffen werden, damit unsere Orte auch in Zukunft sicher sind. "Dabei brauchen wir keine höheren Dämme, sondern Retentionsflächen, in welche das Hochwasser abfließen kann. Diese können aber nur gefunden werden, wenn wirklich angemessene Ausgleichszahlungen an die betroffenen Landwirte bezahlt werden und auch länderübergreifend Lösungen gefunden werden", so Jantke.

Pressemitteilung SPD Grassau

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