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Am Montag auf der B304 bei Altenmarkt

Verkehrspolizei entdeckt bei Schwerverkehrskontrollen manipulierten Tacho

Verkehrskontrolle
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Ein Polizist hält bei einer Verkehrskontrolle eine Polizeikelle in der Hand.

Am Montagvormittag (28. November) kontrollierte die Schwerverkehrsgruppe der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein an der Bundesstraße 304 im Gemeindebereich von Altenmarkt.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Altenmarkt an der Alz - Ziel hierbei war die ganzheitliche Überwachung des gewerblichen Güterverkehrs. Dies betrifft die Einhaltung der Lenk- und Ruhzeiten, der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten sowie die Überprüfung der Fahrzeugtechnik.

Als erstes Fahrzeug wurde ein Sattelzug mit rumänischer Zulassung in die Kontrollstelle gelotst, welcher mit zwei Fahrern besetzt war. Nach der Auswertung des Fahrtenschreibers und der dazugehörigen Fahrerkarten wurden beide Fahrer, ein 33-jähriger und ein 47-jähriger rumänischer Staatsangehöriger, wegen Übertretungen gegen das Fahrpersonalgesetz zur Anzeige gebracht. Des Weiteren hielt sich die rumänische Spedition nicht an ihre Unternehmerpflichten, was ebenfalls ein empfindliches Bußgeld nach sich ziehen wird.

Ein weiterer Sattelzug mit rumänischer Zulassung wurde aufgrund des offensichtlich flotten Tempos in die Kontrollstelle beordert. Es stellte sich heraus, daß der 63-jährige rumänische Fahrer anstelle der erlaubten 60 Km/h, auf der Bundesstraße mit 89 Km/h gefahren ist. Da er dies mehrfach tat, musste das Bußgeld entsprechend erhöht werden. Nach Bezahlung der Sicherheitsleistung in Höhe von gut 600 Euro konnte der Fahrer die Fahrt schließlich fortsetzen.

In der folgenden Kontrolle wurde ein Kleintransporter mit deutscher Zulassung näher begutachtet. Es stellte sich heraus, daß der 28-jährige rumänische Fahrzeuglenker gewerblich Pakete auslieferte. Da sich unter der Ladung auch Pakete mit Gefahrgut befanden, darunter auch rund 25 kg Lithium-Ionen-Akkus, wurde die besondere Ausrüstung für Gefahrguttransporte überprüft. Den demnach vorgeschriebenen Feuerlöscher konnte der Fahrer nicht vorweisen, weshalb er nach dem Gesetz über die Beförderung gefährlicher Güter zur Anzeige gebracht wurde. Auch den Beförderer, ein Unternehmen aus Thüringen, erwartet wegen des fehlenden Löschers nun ein Bußgeldverfahren. Die Weiterfahrt wurde bis zur Beibringung der fehlenden Ausrüstung unterbunden.

Als Haupttreffer für die Polizeibeamten stellte sich jedoch ein Sattelzug mit slowenischer Zulassung dar. Die Überprüfung des Fahrtenschreibers und der Fahrerkarte zeigte, daß die Sattelzugmaschine offensichtlich mit einer Manipulationseinrichtung versehen war. Obwohl der Fahrzeuglenker, ein 28-jähriger bosnischer Staatsangehöriger, von Wasserburg aus in Richtung Altenmarkt bis zur Kontrollstelle der Polizei fuhr, zeichnete der Fahrtenschreiber in diesem Zeitraum Ruhezeit auf.

Mittels einer solchen Manipulation soll über die tatsächlichen Lenk- und Ruhezeiten hinweggetäuscht werden. In der Vergangenheit kam es aufgrund übermüdeter Fahrer zu schweren Unfällen, zudem verschaffen sich die beteiligten Speditionen mit derartigen Vorgehensweisen einen unlauteren Wettbewerbsvorteil. Aufgrund des Sachverhalts ordnete die Staatsanwaltschaft Traunstein die Sicherstellung der Sattelzugmaschine und die Erstellung eines technischen Gutachtens durch einen Sachverständigen an. Der Fahrzeuglenker wird nun wegen eines Vergehens der Fälschung beweiserheblicher Daten zur Anzeige gebracht, die slowenische Spedition indes muß mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren beim Bundesamt für Güterverkehr und einem zu erwartenden Bußgeld in Höhe von 15.000 Euro rechnen.

Pressemeldung Verkehrspolizei Traunstein

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