Betrunkene Radlerin mit hellwachem Schutzengel

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Traunreut - Eine betrunkene Radlerin muss sich bei ihrem Schutzengel bedanken: Nahezu unverletzt überstand sie die Kollision mit einem Zug. Jetzt ermittelt die Polizei gegen sie.

Eine 45-Jährige hatte wohl einen besonders aufmerksamen Schutzengel, als sie Samstagnacht, 5. März, mit dem Fahrrad in Traunreut unterwegs war. Am Bahnübergang in der Munastraße ist sie von einem Zug erfasst worden. Sie zog sich keine gravierenden Verletzungen zu.

Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei überquerte die Radlerin aus dem Landkreis Traunstein gegen 20.50 Uhr den Bahnübergang, obwohl das rote Warnsignal aufleuchtete und die Schranken bereits geschlossen waren. Der Lokführer der herannahenden Regionalbahn leitete zwar noch eine Notbremsung ein, dennoch erfasste der Triebwagen die Frau. Sie wurde mit einem Rettungswagen ins Trostberger Krankenhaus gefahren. Glücklicherweise zog sie sich nur leichtere Verletzungen zu, so dass sie inzwischen wieder entlassen werden konnte.

Wie sich herausstellte, war sie zum Unfallzeitpunkt offenbar betrunken. Eine erste Alkoholkontrolle nach dem Unfall ergab einen Wert von etwa 1,7 Promille. Die Bahnstrecke zwischen Hörpolding und Traunreut war bis 22.30 Uhr gesperrt. Es kam zu mehreren Teilausfällen im nachfolgenden Zugverkehr. Auch die Reisenden des betroffenen Zuges blieben trotz Notbremsung unverletzt. Sie konnten ihre Fahrt ersatzweise mit Taxis fortsetzen.

Die Freilassinger Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

 

Lesen Sie dazu auch die Erstmeldung

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