Motorendiebstahl: Tatverdächtige festgenommen

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Prien - Seit Mai kam es in verschiedenen Gemeinden um den Chiemsee gehäuft zu Diebstählen von Bootsmotoren. Nun nahm die Polizei zwei tatverdächtige fest.

Zu einer zuletzt in der Nacht von 17. auf 18. August in Prien aufgetretenen Serie mit insgesamt 12 entwendeten Außenbordmotoren konnten im Zuge internationaler polizeilicher Zusammenarbeit zwei dringend tatverdächtige ungarische Staatsangehörige in Österreich festgenommen werden. Die Auslieferung der Männer ist im Gange – Zusammenhänge zu weiteren Taten werden geprüft.

In der Tatnacht von 17. auf 18. August 2010 wurden an einem Bootssteg bei Prien 12 Außenbordmotoren von Segelbooten im Wert von insgesamt 15.000 € gestohlen. Noch in der selben Nacht kontrollierte um 5:20 Uhr die Burgenländische Polizei einen ungarischen Lieferwagen kurz vor der Ausreise von Österreich nach Ungarn.

Die beiden Insassen – ein 28- und ein 31-jähriger ungarischer Staatsangehöriger – führten im Fahrzeug genau 12 Bootsmotoren mit. Da die Männer unglaubwürdige Angaben über die Herkunft der Außenborder machten, erfolgte die vorläufige Festnahme und die Sicherstellung der Aggregate.

Ferner wurden vorsorglich die deutschen Kollegen informiert, woraufhin auch Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein und der Polizeiinspektion Prien Recherchen anstellten. Obwohl zum damaligen Zeitpunkt noch keine Diebstahlsmeldungen vorlagen, konnte im Zuge der Ermittlungen rasch mit Hilfe weiterer Stellen eine zweifelsfreie Zuordnung als konkretes Diebesgut von Booten an einem Priener Liegeplatz erfolgen. Daraufhin wurden die beiden Tatverdächtigen von der österreichischen Justiz in Haft genommen.

Die Staatsanwaltschaft Traunstein erließ einen internationalen Haftbefehl und beantragte die Auslieferung. Inzwischen erfolgte ein intensiver Informationsaustausch der Traunsteiner Kriminalbeamten mit den österreichischen Kollegen, um dem Duo gegebenenfalls weitere vergleichbare Delikte nachweisen zu können.

Bei seiner Vernehmung gab der 28-jährige Ungar neben der Tat am 17. auf 18.08. schließlich auch zu, bereits im Juli in Übersee sowie Anfang August in Seebruck jeweils mehrere Motoren gestohlen zu haben.

Der 31-jährige bestritt dagegen eine Beteiligung über die letzte Tat hinaus. Die Ermittlungen dauern an. Die Auslieferung der Beschuldigten muss abgewartet werden.

Die Polizei bittet die Bevölkerung, insbesondere zur Nachtzeit im Bereich von Bootsliegeplätzen der oberbayerischen Seen auf verdächtige Umstände wie z. B. auswärtige Lieferwägen zu achten und auffällig vorkommende Wahrnehmungen umgehend per Notruf 110 an die Polizei zu melden sowie evtl. (fotografisch) zu dokumentieren.

Pressemeldung Polizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa

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