Dachstuhl eines Bauernhauses in Vollbrand

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Tittmoning - Ein Großbrand auf einem landwirtschaftlichem Anwesen in Linerding bei Tittmoning verursachte einen Sachschaden von mindestens 150.000 Euro Sachschaden. *Erstmeldung mit Fotos*

Bei einem Brand im Dachstuhl eines Bauernhauses in Linerding in der Nacht zum Mittwoch entstand nach Schätzungen der Feuerwehr ein Sachschaden von mindestens 150.000 Euro. Das Dachgeschoss des Wohnhauses brannte aus, und wurde weitgehend zerstört. Auch die darunterliegenden beiden Geschosse wurden nach einer ersten Einschätzung der Feuerwehr in Mitleidenschaft gezogen. Ein Hausbewohner und ein Feuerwehrmann wurden verletzt. Der Bewohner zog sich eine leichte Rauchgasvergiftung zu; der Feuerwehrler wurde mit Verdacht auf eine Knöchelfraktur ins Krankenhaus Fridolfing gebracht. Was den Großbrand ausgelöst hat ist noch unbekannt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Fünf Minuten nach Mitternacht heulten im nordöstlichen Landkreis die Feuerwehrsirenen, nachdem der Dachstuhlbrand im Wohnhaus des landwirtschaftlichen Anwesens über Notruf gemeldet worden war. Die Feuerwehren aus Kirchheim, Tittmoning, Kay, Fridolfing, Törring, Pietling und Traunreut eilten mit einem Großaufgebot an Helfern und Fahrzeugen zum Brandort, ebenso die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) und die Führungskräfte der Kreisbrandinspektion. Bei Eintreffen der ersten Löschmannschaften stand der Dachstuhl des Wohnhauses im Vollbrand. Meterhoch züngelten die Flammen aus dem Gebäude in den Nachthimmel und starker Brandrauch quoll auf. Die sieben Bewohner des Hauses konnten sich selbst rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ein Mann erlitt eine Rauchgasvergiftung. Er und die weiteren Betroffenen wurden von Helfern des Bayerischen Roten Kreuzes versorgt und betreut, die mit einem Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug angerückt waren und später von der Schnelleinsatzgruppe Tittmoning-Fridolfing, der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UG SanEL) und vom Einsatzleiter Rettungsdienst unterstützt wurden.

Die Löschtrupps konzentrierten ihren Löscheinsatz zunächst darauf, ein Ausbreiten des Feuers auf Tenne und Stall zu verhindern. An der Brandmauer, die Wohnhaus und Betriebsstätte voneinander trennt, konnte ein Übergreifen der Flammen erfolgreich verhindert werden. Während die, rund um das Gebäude platzierten Löschtrupps Wasser auf den brennenden Dachstuhl spritzten, wurden die Drehleitern der Feuerwehren Tittmoning und Fridolfing in Stellung gebracht und das Feuer zusätzlich von oben, durch Feuerwehrler in den Drehleiterkörben bekämpft. Aus drei Weihern in unmittelbarer Nähe des Anwesens konnte ausreichend Wasser gezapft werden, ebenso von einem Oberflurhydrant, so dass kein Mangel an Löschwasser bestand. Dass das Feuer auf den Dachstuhl des Wohnhauses begrenzt blieb, ist vor allem der Verdienst der Atemschutzträger, die dem Feuer im Innenangriff entgegentraten und löschten. Da das Personal dafür nicht ausreichte, mussten gegen 0.50 Uhr zusätzliche Kräfte der Feuerwehren Asten und Tengling nachalarmiert werden. Gegen 1.45 Uhr, rund eineinhalb Stunden nach Beginn der Löscharbeiten, konnte die Einsatzleitung „Feuer aus und unter Kontrolle“ melden.

Trotz des Großaufgebotes von 160 Feuerwehrlern brannte das Dachgeschoss weitgehend aus und wurde großflächig zerstört. Angebaute Gebäudeteile konnten durch das beherzte Eingreifen der Feuerwehren vor einen Brandschaden geschützt werden. Kreisbrandrat Hans Gnadl würdigte den Einsatz der Floriansjünger und die kooperative und gute Zusammenarbeit der neun eingesetzten Feuerwehren. Dass es für die betroffene Familie nicht noch schlimmer kam, sei unter anderem den vorbeugenden Brandschutzmaßnahmen, wie zum Beispiel der eingebauten Brandmauer zu verdanken.

Was den Brand im ausgebauten Dachgeschoss ausgelöst hat ist noch unklar. Die Brandfahnder der Kriminalpolizei haben dazu die Untersuchungen aufgenommen.

Bei den Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann beim Sprung aus einem Fenster am Fuß. Er wurde mit dem Rettungswagen in das Krankenhaus Fridolfing gebracht. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden. Mit Ausnahme der Feuerwehren Kirchheim und Tittmoning konnten die Wehren gegen 3.30 Uhr zu ihren Gerätehäusern zurückkehren. Die Ortsfeuerwehr blieb bis zum Mittwochvormittag als Brandwache am Brandort.

Pressemeldung Kreisfeuerwehrverband Traunstein und Kreisbrandinspektion Landkreis Traunstein

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