Erfolgreiche Drogenbekämpfung der Polizei Grassau

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Grassau - Nach mehrwöchigen intensiven Ermittlungen wegen Verbrechen und Vergehen nach dem Betäubungsmittelgesetz im Bereich Grassau und benachbarten Gemeinden zog die Polizeiinspektion Grassau nun Bilanz.

Umfangreiche Ermittlungen wurden gegen insgesamt 31 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren, zehn Heranwachsende im Alter von 19 bis 21 Jahren und fünf Volljährige im Alter von 22 bis 26 Jahren geführt. Gegen vier von ihnen wird wegen eines Verbrechens ermittelt, da sie als Erwachsene Haschisch und Marihuana an Minderjährige abgegeben haben. Außerdem führt nun die Kripo Traunstein Ermittlungen gegen eine 55-jährige Traunsteinerin, die die Kräutermischungen Sencation und King B, die ebenfalls unter das Betäubungsmittelrecht fallen, an Jugendliche und Heranwachsende verkauft hat.

Anfang November erschien vormittags eine besorgte Mutter bei der PI Grassau und brachte vier Gramm Marihuana, das sie bei ihrem 15-jährigen Sohn im Zimmer gefunden hatte. Erste Vernehmungen ergaben, dass er das Marihuana von einem 18-jährigen Bergener und dessen 15-jährigen Freund aus Grabenstätt erworben hatte. Die beiden hatten mehrere Cannabispflanzen in einem Wald bei Grabenstätt angebaut und geerntet.

Noch am gleichen Nachmittag fanden die Grassauer Beamten in der Wohnung des 18-jährigen Bergeners zwei seiner Freunde im Alter von 14 und 16 Jahren. Beide standen sichtbar unter Drogeneinfluss. Außerdem wurden in der Wohnung noch weitere Marihuanamischungen, die bereits zum Konsum vorbereitet waren und ein Tütchen reines Marihuana vorgefunden. Noch am gleichen Abend führten die Ermittlungen zu einem 19-jährigen Vachendorfer, der ebenfalls Cannabispflanzen im nahegelegenen Wald angebaut, abgeerntet und verkauft hatte. In den folgenden Wochen konnte die Grassauer Polizei schließlich die o.a. weiteren Konsumenten und Dealer ermitteln und zur Anzeige bringen.

Als besonders verwerflich stellten sich die Taten eines 21-jährigen Unterwösseners, eines 23-jährigen Bergeners und eines 26-jährigen Grassauers dar, da sie bei ihrem Marihuana- und Haschischhandel auch Minderjährige belieferten. Weil es sich hier um einen Verbrechenstatbestand handelt, müssen sie nun mit empfindlichen Strafen rechnen.

Bei den Ermittlungen der Polizei Grassau zeigte sich in erschreckender Weise der sorglose Umgang der Jugendlichen mit illegalen Drogen. In vielen Fällen sind bei den jungen Drogenkonsumenten schlechte schulische Leistungen bzw. Schulabschlüsse mit dem Drogengebrauch einhergehend. Im weiteren Verlauf ist dann häufiges Nichterlangen einer Lehrstelle bzw. der Verlust der Arbeitsstelle die Folge.

Erfreulicherweise zeigte sich ein Großteil der zunächst ahnungslosen Eltern bereit auf ihre Kinder einzuwirken, die Dealer zu nennen und ihnen für die für die Zukunft Rückhalt im Widerstand gegen den illegalen Drogenkonsum zu geben. Die Polizei Grassau betont, dass nur durch die intensive Zusammenarbeit von Eltern, Schulen und ggf. auch Jugendämtern, aber auch den Verfolgungsbehörden von Polizei und Justiz eine wirksame und erfolgreiche Bekämpfung des Gesellschaftsproblems Drogenkonsum möglich wird.

Die Polizei Grassau wird weiterhin für die gezielte Aufklärungsarbeit an Schulen zur Verfügung stehen und auch in Zukunft intensive Kontrollen zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität durchführen. Bleibt zu hoffen, dass auch, wie hier geschildert, sich die Eltern entschieden gegen den Drogenmissbrauch ihrer Kinder stellen und die Bevölkerung klar Stellung gegen Alkohol- und Drogenmissbrauch bezieht.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Grassau

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