Schleuser: Freiheitsstrafe angehoben

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Traunstein - Ende Juni hat das Landgericht Traunstein einen irakischen Schleuser zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt.

Der Verurteilte hatte zwischen 2007 und 2009 in nachweislich fünf Fällen Menschenschleusungen organisiert und diese selbst als sogenannter „Späher“ begleitet. Die eingeschleusten 29 Erwachsenen und zwei Kinder wurden zum Teil unter unmenschlichen Bedingungen nach Deutschland gebracht. In einem Fall wurden elf Landsleute auf der Ladefläche eines Transporters illegal über die Grenze gefahren. Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim hielten im Juli 2007 das Fahrzeug auf der A 93 an und beendeten den menschenunwürdigen und gefährlichen Transport. Die Rosenheimer Bundespolizei nahm die Ermittlungen gegen den heute 27-jährigen Iraker auf.

Das Amtsgericht Rosenheim verurteilte den überführten Schleuser wegen banden- und gewerbsmäßigem Einschleusen in fünf Fällen und vierfachem Fahren ohne Fahrerlaubnis im März 2010 zu zweieinviertel Jahren Gefängnis. Nun erhöhte das Traunsteiner Landgericht im Berufungsverfahren die Freiheitsstrafe um weitere sechs Monate. Zwar konnte die Strafkammer unter anderem das Geständnis des Verurteilten zu seinen Gunsten berücksichtigen, allerdings wurde gerade die unmenschliche Art der Einschleusungen bei der Bemessung des Strafrahmens zu seinem Nachteil angerechnet.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa

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