Mehrmals in der Wiese überschlagen

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Grabenstätt - Gefährlich ging es am Sonntag auf der A8 zu: Ein Ehepaar überschlug sich auf regennasser Fahrbahn, ein Belgier wurde mit gefährlichem Sekundenschlaf auffällig.

Am Sonntag, den 25.08.2013, gegen 9 Uhr, fuhr ein belgisches Ehepaar mit einem Nissan auf der Autobahn A8 in Richtung München. Im Gemeindebereich Grabenstätt kam der 72-jährige Fahrzeuglenker auf einem leicht abschüssigen Abschnitt bei starkem Regen wegen Aquaplanings ins Schleudern. Kurz vor dem Beginn einer Leitplanke kam er nach rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrmals über eine Böschung, bis das Fahrzeug im Straßengraben hinter der Leitplanke zum Stillstand kam.

Das Ehepaar konnte aus dem Fahrzeug leicht verletzt aussteigen. Die Verletzungen wurden zunächst vom alarmierten Notarzt versorgt. Nach ambulanter Versorgung im Krankenhaus Traunstein wurden sie wieder entlassen. Am Fahrzeug entstand Totalschaden in Höhe von 8000 Euro.

Durch die Feuerwehr Bergen, die mit drei Fahrzeugen und 18 Mann vor Ort war, sowie die Autobahnmeisterei Siegsdorf wurde die Unfallstelle abgesichert und die Fahrbahn gereinigt. Aufgrund des starken Rückreiseverkehrs entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit ein Stau von mehr als 10 Kilometern. Während der Unfallaufnahme lief der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen weiter. Nach einer Stunde war die Unfallstelle geräumt.

Sekundenschlaf mit glimpflichen Ausgang

Im Stop-and-Go-Verkehr der Stauungen des vorangegangenen Unfalls fuhr gegen 10.30 Uhr im Bereich Siegsdorf ein 36-jähriger Belgier mit seinem Audi auf dem vor ihm verkehrsbedingt anhaltenden Porsche Cayenne eines 41-jährigen Stuttgarters. Nachdem der Belgier mit seiner Familie seit ungefähr 21 Stunden auf dem Heimweg von Montenegro war, fielen ihm trotz eingelegter Pausen kurzzeitig die Augen zu, so dass er den auf der Überholspur stehenden Porsche übersah und nahezu ungebremst auffuhr.

Glücklicherweise wurde niemand verletzt. An den beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden von ca. 13.000 Euro. Aufgrund des Sekundenschlafs musste gegen den 36-Jährigen ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet werden. Der verständigte Staatsanwalt legte deshalb auch eine zu hinterlegende Sicherheitsleistung von 500 Euro fest. Erst danach konnte auch der Belgier seine Fahrt in Richtung Heimat fortsetzen. Trotz des glimpflichen Ausgangs hat er im Lauf des Verfahrens mit einem Fahrerlaubnisentzug in Deutschland zu rechnen.

Pressemeldung VPI Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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