Großbrand in Siegsdorf: 350.000 Euro Schaden

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Siegsdorf - In der Nacht zum Freitag kam es in einem Wohnhaus zu einem Großbrand. Die acht Bewohner des Hauses konnten sich glücklicherweise in Sicherheit bringen.

Beim Großbrand eines Wohnhauses mit Betriebsgebäude einer ehemaligen Metzgerei in der Adelholzener Straße ist am frühen Freitagmorgen ein Sachschaden von mindestens 350.000 Euro entstanden. Verletzt wurde niemand.

Alle Bewohner des betroffenen Wohnhauses sowie Pensionsgäste im benachbarten Gasthaus konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Den sechs eingesetzten Feuerwehren mit insgesamt 150 Mann gelang es den Brand innerhalb einer Stunde unter Kontrolle zu bringen. Ein Übergreifen des Feuers auf angebaute und benachbarte Gebäude konnten die Floriansjünger erfolgreich verhindern.

Um 2.37 Uhr wurde die Feuerwehrler aus Siegsdorf, Traunstein und Eisenärzt von Piepsern und Sirenen aus dem Schlaf gerissen und zu dem kurz zuvor entdeckten Brand alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Dachstuhl des Wohnhauses in Flammen. Daraufhin ließ Manfred Steiner, 1. Kommandant der Feuerwehr Siegsdorf, Alarm nach Stufe 3 (Großbrand) auslösen. Dadurch rückten zusätzliche Wehren aus Vogling, Hammer und Bergen sowie der Unterstützungsgruppe „Örtliche Einsatzleitung“ (UG-ÖEL) aus.

Wegen der engen Bebauung zwischen dem, im zweiten Obergeschoss und Dachstuhl brennenden Gebäude und dem benachbarten Gasthaus „Forelle“ konzentrierten sich die Löschtrupps darauf, ein Ausweiten des Feuers zu verhindern. Durch Verwendung von Schaumlöschmittel gelang es das Nachbarhaus vor den Flammen abzuschirmen. Dennoch wurden das Gasthaus und Pensionsräume im hinteren Gebäudeteil in Mitleidenschaft gezogen.

Um den Dachstuhlbrand bekämpfen zu können wurden zwei Drehleitern der Feuerwehr Traunstein in Stellung gebracht und das Feuer mit dem Wenderohr „von oben“ gelöscht. Durch das Feuer völlig zerstört wurde ein als Lager genutztes Nebengebäude im Erdgeschoss. Dort waren unter anderem mehrere Gasflaschen gelagert, die von der Feuerwehr geborgen wurden.

Die Kriminalpolizei vermutet, dass das Feuer dort seine Ursache hatte und sich bis auf den Dachstuhl ausdehnte. Definitiv sicher ist dies jedoch nicht. Genaueres wird sich aus den Ermittlungen der Brandfahnder der Kriminalpolizei ergeben. Neben dem Großaufgebot der Feuerwehren war auch das Bayerische Rote Kreuz mit einem Rettungswagen und Notarzt, dem Organisatorischen Einsatzleiter Rettungsdienst sowie der Schnelleinsatzgruppe Siegsdorf vor Ort.

Die Schnelleinsatzgruppe betreute acht Personen, die sich unverletzt aus dem brennenden Wohnhaus sowie dem gefährdeten Nachbargebäude retten konnten. „Feuer aus“ meldete die Einsatzleitung um 3.58 Uhr, cirka eine Stunde nach Beginn der Löscharbeiten. Die Suche nach Glutresten, wozu Wärmebildkameras der Feuerwehren eingesetzt wurden, sowie Kontroll- und Nachlöscharbeiten, zogen sich weitere Stunden bis in den Vormittag hin.

Kreisfeuerwehrverband Traunstein und Kreisbrandinspektion

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