Besoffen und Bekifft hinterm Steuer

Landkreis - Betrunken vom Unfallort geflüchtet, Alkohol trotz Probezeit und bekifft hinterm Steuer: Die Polizei im Landkreis wurde in der Nacht auf Trab gehalten.

Unfallflucht mit reichlich Promille

Am 11. April gegen 19.30 Uhr teilten Asphaltstockschützen in Grassau eine Verkehrsunfallflucht mit. Beim Rückwärtsfahren wurde ein anderes Fahrzeug hinten angefahren und es entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 1500 Euro. Die Zeugen konnten das Kennzeichen ablesen und der Polizei mitteilen.

Eine sofort eingeleitete Suche nach dem Fahrzeug führte zum Erfolg. Der Fahrer wurde nur kurze Zeit später an seiner Wohnanschrift angetroffen. Er gab sofort zu, den Unfall verursacht zu haben. Nach durchgeführtem Alkoholtest war den Beamten klar, warum sich der 50-jährige Achentaler vom Unfallort entfernt hatte: Das Ergebnis betrug über 2 Promille. Außerdem war er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Diesen mußte er vor Jahren ebenfalls wegen einer Trunkenheitsfahrt abgeben.

Den Achentaler erwartet nun ein Strafverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung infolge Alkohol, Unfallflucht und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Während der Probezeit (schon wieder) alkoholisiert unterwegs

Am Donnerstag, den 11. April, gegen 22.20 Uhr, hielt eine Streife der Verkehrspolizei auf der Staatsstraße 2096 kurz vor Grassau einen BMW an, bei dem das linke Rücklicht defekt war. Bei der ersten Ansprache des 21-jährigen Fahrers aus Rottau wurde durch den Beamten Alkoholgeruch festgestellt, so dass der Konsum eines Weißbiers eingeräumt wurde. Ein anschließender Alkotest ergab vor Ort über 0,3 Promille. Dies wäre im Allgemeinen zunächst nicht zu beanstanden. Da dem Rottauer jedoch bereits einmal die Fahrerlaubnis wegen Straßenverkehrsgefährdung während seiner Probezeit als Fahranfänger entzogen worden war, kam bei der Neuerteilung der Fahrerlaubnis im letzten Jahr eine erneute Probezeit von zwei Jahren hinzu. In dieser Zeit unterliegt der 21-Jährige beim Autofahren einem strikten Alkoholverbot, so dass ihm das Weißbier nun zum Verhängnis wurde. Ihm erwartet zwar polizeilicherseits nur eine Geldbuße von 250 Euro und kein Fahrverbot, aber die Führerscheinstelle wird den Fortbestand seiner Fahrerlaubnis erneut prüfen und entsprechende Auflagen erlassen.

Drogenfahrt: Schnelltest bringt die Wahrheit ans Licht

Nachdem die Streife die Anzeige gegen den Rottauer aufgenommen hatte, wurde kurz darauf vor der Anschlußstelle Bernau ein weiterer BMW-Fahrer einer Verkehrskontrolle unterzogen. Der 26-jährige Fahrer kam der Anhalteaufforderung der Streife zunächst nur sehr zögerlich nach, so dass der Aschauer die Aufmerksamkeit erst recht auf sich zog. Bei der Kontrolle ergaben sich schließlich Anhaltspunkte für einen vorangegangenen Drogenkonsum. Ein durchgeführter Schnelltest widersprach auch der Version des 26-Jährigen, so dass er nach anfänglichem Leugnen das Rauchen eines Joints zugab. Die Folge war eine Blutentnahme und die Unterbindung der Weiterfahrt. Nach Eingang des Ergebnisses der Blutuntersuchung wird sich zeigen, inwieweit sich der BMW-Fahrer in einem möglichen Ordnungswidrigkeitenverfahren verantworten muß. Es drohen ihm ein Fahrverbot und eine Geldbuße von mindestens 500 Euro.

Pressemeldungen der Polizeiinspektion Grassau und der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © picture-alliance / obs

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