Nach Unfallflucht: Eisenstange steckt im Krankenwagen

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Traunstein - Huch, was steckt denn da im Krankenwagen? Die Besatzung staunte da nicht schlecht, als eine Eisenstange seitlich aus ihrem Rettungsfahrzeug ragte.

Die Polizei Traunstein wurde am Sonntag, gegen 23.40 Uhr, von der Besatzung eines Rettungsdienstfahrzeuges darüber informiert, dass in ihrem Fahrzeug seitlich eine Eisenstange steckt. Was sich zunächst nach einem ungewöhnlichen Einsatz anhörte, klärte sich anschließend relativ schnell auf.

Wie sich herausstellte, war das Rettungsdienstfahrzeug auf der Wasserburger Straße in Richtung Stadtmitte unterwegs. Auf Höhe der Ruprechtstraße bemerkte der Fahrer zunächst ein ungewöhnliches Geräusch, konnte dies jedoch nicht gleich zuordnen. Als er später anhielt, steckte in der Seite des Rettungswagens eine Eisenstange. Bei einer Überprüfung der genannten Örtlichkeit wurde festgestellt, dass bei einer Verkehrsinsel die beiden Verkehrszeichen „rechts vorbei“ umgefahren wurden. Eine Stange eines Verkehrszeichens ragte offenbar zunächst in die Straße. Als der Rettungswagen vorbei fuhr, fing sich die Stange im Aufbau des Rettungswagens und bohrte sich in die Seite. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Der Verursacher entfernte sich vom Unfallort, ohne den Schaden zu melden.

Die Suche nach dem Verursacher dauerte aber nicht allzu lange. Zunächst konnten an der Unfallstelle Plastikteile und eine VW-Radkappe gefunden werden. Bei einer anschließenden Absuche der näheren Umgebung konnte in Haidforst ein unfallbeschädigter VW-Passat entdeckt werden, der eindeutig aufgrund der Spurenlage als Verursacherfahrzeug in Frage kommt. Bei dem Fahrzeug standen drei Personen, darunter der Sohn des Fahrzeughalters. Von einem Unfall wollten sie nichts wissen. Der Schaden am Passat sei in der Ukraine passiert. Dem wollte jedoch die Polizei keinen Glauben schenken.

Da Verdacht auf den Sohn des Fahrzeughalters fiel und dieser zudem alkoholisiert war, wurde bei ihm eine Blutentnahme durchgeführt. Wie sich weiter herausstellte, hatte er außerdem keinen Führerschein.

Der Gesamtschaden an den Verkehrszeichen, dem Rettungsdienstfahrzeug und dem VW Passat dürfte bei ca. 10.000 Euro liegen.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © pa

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