Polizei klärt Gymnasiasten auf

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Truanreut - Als Jugendlicher kann man sich schon mit kleinen Straftaten die ganze Zukunft verbauen. Um dem vorzubeugen, klärte die Polizei die siebten Klassen des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums über Straftaten auf.

Für diese Veranstaltung wurden ganz bewusst die 7. Klassen ausgesucht, weil sich diese in der Regel mit 14 Jahren in einer Altersgruppe befinden, die an der Schwelle zur Strafmündigkeit steht.

Einleitend hatten die Beamten über Straftaten und Vorfälle berichtet, die in Schulen bereits vorgekommen waren. So wurde den Zuhörern von Körperverletzungen und Diebstählen berichtet, aber auch Rauschgiftdelikte sind schon bekannt geworden.

Wieso verüben Jugendliche eigentlich Straftaten fragten die Polizeibeamten die interessierten Schüler. Zur Antwort bekam sie unter anderem, dass Heranwachsende Grenzen austesten wollen, oft dem Gruppenzwang unterliegen und auch der Reiz des Verbotenen spielt manchmal eine Rolle.

Geklärt wurde im weiteren Verlauf des Gesprächs auch, wo es in Traunreut besondere Kriminalitätsschwerpunkte gibt, die für junge Leute unter Umständen gefährlich werden können. Dazu gehören in erster Linie Plätze wo sich das Nachtleben abspielt, beispielsweise Diskotheken.

Die meisten fanden es in diesem Zusammenhang gar nicht so schlimm, wenn man sich z.B. im Ausweis etwas älter macht, um länger wegzubleiben. Aber auch das ist eine Straftat, nämlich eine Urkundenfälschung für die sogar eine Freiheitsstrafe vorgesehen ist.

Besonders ausführlich gingen die Beamten auf das eigentliche Kernthema ein: Die Konsequenzen von Straftaten. Den meisten war gar nicht bewusst welche ungeahnten Folgen eine Straftat haben kann. So folgt nach der Anzeigeerstattung des Geschädigten in aller Regel die polizeiliche Vernehmung. Bei wiederholten Eigentumsdelikten wird in vielen Fällen die Wohnung durchsucht, was oft auch in der Nachbarschaft nicht unbemerkt bleibt und für die meisten Betroffenen sehr peinlich ist.

Die Straftat findet schließlich Eingang in das polizeiliche Führungszeugnis. Das kann dann mitunter Probleme bei der Arbeitsfindung machen. Speziell im öffentlichen Dienst braucht man sich mit einer derartigen Hypothek keine Hoffnungen auf eine Einstellung machen.

Auch bei einer Kreditvergabe werden Vorbestrafte von den Banken benachteiligt.

Auf einen Verurteilten könnten Kosten in ungeahnter Höhe zukommen: Prozess und Rechtsanwaltskosten, Schmerzensgeld und Schadensersatzforderungen. Schnell sind da 10 000 Euro und mehr beisammen.

Noch viel weitreichender sind die Folgen bei Drogenkonsumenten. Zu den strafrechtlichen Dingen gesellen sich durch die ständige Giftzufuhr nach einiger Zeit gesundheitliche Probleme. So werden Drogenabhängige in der Regel sehr vergesslich und das Abitur wird dann eine unüberwindbare Hürde.

In vielen Fällen wird Drogenabhängigen auch der Führerschein verwehrt. Und die Beamten konnten sogar Beispiele aufzeigen, wo junge Menschen von der Führerscheinbehörde verboten wurde, mit einem Fahrrad zu fahren.

Gerade der Führerschein ist die meisten jungen Leute sehr wichtig und es tut besonders weh, wenn man diesen nicht machen darf. Dabei kann schon ein Unfall mit einem auffrisiertem Mofa dazu führen, dass man eine Sperre für den Autoführerschein bekommt.

Pressemitteilung Polizei Traunreut

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