Ein schlechter Scherz und seine Folgen

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Trostberg - Zwei Realschüler (beide 16) zündeten am Mittwoch während der Pause mehrere Rauchbomben. Sanitäter und Notärzte mussten 18 Schüler untersuchen und behandeln!

Der Wurf von Rauchbomben auf den Schulhof einer Realschule durch Jugendliche hat am Mittwochmorgen, 4. Juli, nicht nur die Grenze zum Spaß bei Weitem überschritten, sondern auch für verletzte Schüler gesorgt. Zudem bestand in der Anfangsphase bei der Schulleitung und den Einsatzkräften Unklarheit, ob es sich nicht um einen Brand oder Schlimmeres handeln könnte.

Nach den jetzt vorliegenden Erkenntnissen zündeten zwei 16-Jährige während der Pause gegen 11 Uhr mehrere Rauchbomben im Eingangsbereich der Schule. Der starke Rauch, der sich daraufhin entwickelte, zog teilweise auch in das Schulgebäude hinein. Einige der auf dem Pausenhof befindlichen Schüler waren den sich plötzlich entwickelnden Rauchschwaden ausgesetzt.

Umgehend wurde durch Schulpersonal die Integrierte Leitstelle verständigt und von dort die Freiwillige Feuerwehr Trostberg, Rettungsdienstbesatzungen und insgesamt vier Notärzte in Bewegung gesetzt. Beamte der Polizeiinspektion Trostberg begaben sich ebenfalls zum Einsatzort und wurden von Streifenbesatzungen umliegender Dienststellen und den Operativen Ergänzungsdiensten unterstützt.

Sanitäter und Notärzte untersuchten und behandelten insgesamt 18 Schüler und Schülerinnen, überwiegend wegen dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung, vor Ort. Fünf davon wurden wegen leichten Brandwunden behandelt. Sechs Schüler mussten zur weiteren ambulanten Behandlung kurzzeitig in ein Krankenhaus gebracht werden.

Unter Leitung der Polizeiinspektion Trostberg wurden umgehend Ermittlungen zur Feststellung der Täter eingeleitet. Beamte führten seit den Mittagsstunden in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung Befragungen durch und konnten so Erkenntnisse über die möglichen Täter gewinnen. Nach weiteren Überprüfungen verdichteten sich die Hinweise auf zwei 16-jährige Schüler der betroffenen Schule. Diese wurden noch am Nachmittag von den Beamten aufgesucht und werden derzeit zu dem Sachverhalt befragt. Über die genaueren Umstände oder ein Motiv können derzeit noch keine Aussagen getroffen werden.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © pa

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