Polizeikontrolle in Reit im Winkl

Mangelhafte Motorräder aus dem Verkehr gezogen

Reit im Winkl - Bei umfangreichen Kontrollen am Freitag mussten mehrere Fahrer gestoppt werden, deren Bikes nicht den geltenden Regeln entsprachen.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Die Kontrollgruppe Motorrad des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd führte am 7. Juni in der Zeit von 10 bis 14 Uhr Schwerpunktkontrollen im Bereich Reit im Winkl durch.

Bereits bei der Anfahrt zur Kontrollstelle fiel der Streife der Kontrollgruppe eine Harley im Gegenverkehr auf, die mit ohrenbetäubendem Lärm durch den Ortsbereich Reit im Winkl fuhr. Die Besatzung wendete und konnte das Krad nach einiger Zeit anhalten. Das Anhalten gestaltete sich schwierig, da der Kradfahrer wegen der sehr kleinen Spiegel das Fahrzeug hinter sich nicht sah, auch hörte er das Martinshorn wegen seiner sehr lauten Auspuffanlage nicht.

Bei der Kontrolle konnten dann bei dem 30-jährigen Franken einige erhebliche Mängel an dem Fahrzeug festgestellt werden. Es waren nicht nur zu kleine Spiegel angebaut, die hinteren Blinker waren ebenso unzulässig angebaut wie der offene Luftfilter. Da der Auspuff offensichtlich manipuliert war, wurde das Fahrzeug sichergestellt und wird einem Gutachter vorgestellt. Den Fahrer erwartet ein Bußgeld in Höhe von zirka 200 Euro sowie die Kosten für den Gutachter und die Wiederzulassung.

Kurz darauf hörten die Beamten ein weiteres Motorrad bereits von Weitem. Bei der Kontrolle dieses Fahrzeuges stellten die Beamten fest, dass beide Auspuffklappen auf offen standen. Die extreme Lautstärke war so schnell erklärbar. Der Fahrer versuchte noch in einem unbeobachteten Moment die manuelle Klappe zu schließen, dies entging den wachsamen Augen der Beamten jedoch nicht. Ihn erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 180 Euro.

Dies war jedoch noch nicht das Ende der Kontrolle, zwei umgebaute Buell-Motorräder gerieten ebenso ins Visier der Kontrollgruppe. Die komplett umgebaute Buell des 39-jährigen Fahrers aus dem Chiemgau wird diesem noch erheblichen Ärger einbringen. Das Kennzeichen war nämlich in einem Winkel von 70 Grad und zudem so unter dem Heck angebracht, dass es nicht mehr lesbar war. Ihn erwartet eine Anzeige wegen Kennzeichenmissbrauchs, nachdem an dem Fahrzeug noch einige andere technische Mängel festgestellt wurden, wird der Fahrer auch noch Post von der Zulassungsstelle bekommen. Die nächste Ausfahrt mit diesem Fahrzeug wird wohl so schnell nicht mehr möglich sein.

Die zweite Buell durfte ihre Fahrt ebenfalls nicht fortsetzen, da auch an diesem Fahrzeug erhebliche Mängel festgestellt wurden, unter anderen waren im Bereich der Luftfilteranlage sehr scharfkantige, nicht eintragungsfähige Teile verbaut. Auch er darf auf Post von der Zulassungsstelle warten, bevor er sein Fahrzeug wieder auf öffentlichem Verkehrsgrund bewegen darf.

Insgesamt wurden bei der Kontrolle in Reit im Winkl 21 Kräder kontrolliert, acht davon mussten wegen verschiedener Mängel beanstandet werden, für vier war die Fahrt dort zu Ende.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Grassau

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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