Polizei hat Ermittlungen eingeleitet

"Mr. Johnson" hackt sich in PC und betrügt Ruhpoldinger

Ruhpolding - Zum Glück "nur" 200 Euro erbeutete ein dreister Telefonbetrüger am Freitag, 10. Januar, in Ruhpolding. Die Polizei hat Ermittlungen in dem Fall eingeleitet.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Nachmittags läutete bei einem Ruhpoldinger Bürger das Telefon. Ein angeblicher Mitarbeiter des Microsoft-Supports alias Steve Johnson behauptete, der Rechner des Mannes sei gehackt worden. Insbesondere sei der Online-Kontozugang betroffen. Der angebliche "Mr. Johnson" sprach gebrochen deutsch mit englischem Akzent. Es gelang ihm, sich Zugang zum Computer und zum Mobiltelefon des Ruhpoldingers zu verschaffen. Auf diese Weise kam es tatsächlich zu Überweisungen, die angeblich als Fangschaltung notwendig wären, um die Hacker zu erwischen.

Der Sicherheitsdienst der Postbank wurde auf die auffälligen Überweisungen aufmerksam und konnte die Transaktionen stoppen. Eine Überweisung konnte nicht mehr aufgehalten werden.


Hinweis der Polizei: Grundsätzlich ist anzumerken, dass Microsoft nie unangemeldet oder unaufgefordert Support-Anrufe tätigt, um Computerprobleme zu beheben. Die Polizei rät in so einem Fall, solche Telefonate umgehend zu beenden. 

Sollten bereits Änderungen erfolgt sein, trennen sie umgehend die Internetverbindung und lassen sie den Computer fachkundig auf mögliche Schadsoftware überprüfen! Keine Zahlungen vornehmen! Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Bank auf. Möglicherweise müssen Kontodaten neu aufgestellt werden.

Pressemeldung Polizei Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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