Grenzkontrolle bei Schleching

Mit 60.000 Euro im Handschuhfach über die Grenze - Geld, Waffe und Drogen beschlagnahmt

Das beschlagnahmte Geld wurde unter Anderem im Handschuhfach aufbewahrt.
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Das beschlagnahmte Geld wurde unter Anderem im Handschuhfach aufbewahrt.

Am Mittwoch stoppte die Bundespolizei mutmaßliche Geldwäscher am Grenzübergang bei Schleching. Sie beschlagnahmten das Geld, ein verbotenes Messer und Drogen.

DIe Pressemitteilung der Polizei im Wortlaut:

Schleching – Die Bundespolizei Freilassing hat am Mittwoch (10. März) bei Grenzkontrollen in Schleching 60.000 Euro, Betäubungsmittel und ein verbotenes Messer beschlagnahmt. Das zuständige Zollfahndungsamt München ermittelt nun unter anderem wegen Geldwäscheverdachts.

Bundespolizisten kontrollierten am Mittwochvormittag ein Auto mit österreichischer Zulassung am Grenzübergang in Schleching. Bereits als der 40-jährige Fahrer aus Österreich die Seitenscheibe heruntergelassen hatte, war den Fahndern ein Cannabisgeruch aufgefallen. Die Bundespolizisten fragten die Fahrzeuginsassen daraufhin, ob diese Rauschgift, höhere Bargeldbeträge oder sonstige Wertgegenstände dabeihätten. Dies verneinten die Reisenden zunächst. Wenig später räumte ein 38-jähriger Nigerianer schließlich doch ein, 50.000 Euro mitzuführen.

Tatsächlich fanden die Grenzpolizisten insgesamt 60.000 Euro in großen Scheinen, die in Briefumschlägen in der Ablage der Beifahrertür und im Handschuhfach verstaut waren. Allerdings konnte der 38-Jährige nicht schlüssig erklären, wie er an das Geld gekommen war und was er damit vorhatte. Zudem behauptete er, dass die Hälfte der Geldsumme dem 40-jährigen Fahrzeuglenker gehören würde, was dieser jedoch abstritt.

Beim dritten Mitfahrer fanden die Bundespolizisten einen Joint, 0,5g Cannabis und einen kleinen weißen Brocken, der in einem Überraschungsei-Döschen versteckt war. Ein Drogenschnelltest verlief positiv auf Kokain. Außerdem trug der 31-jährige Deutsche ein verbotenes Einhandmesser am Gürtel.

Die Bundespolizisten beschlagnahmten den hohen Bargeldbetrag, die Betäubungsmittel und das Messer. Das zuständige Zollfahndungsamt München ermittelt nun wegen Geldwäscheverdachts gegen den 40-jährigen Österreicher und den 38-jährigen Nigerianer. Letzterer wird sich außerdem wegen versuchter unerlaubter Einreise verantworten müssen. Der 31-jährige Deutsche wurde wegen Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz angezeigt.

Da alle drei Reisenden weder negative Corona-Tests dabei, noch die vorgeschriebene digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt hatten, erwartet sie zudem ein Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die derzeit für die Einreise aus Tirol geltenden Bestimmungen. 

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Freilassing

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