Schwarzfahrer, Betrüger und Opferstockdiebe im Reisezug

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Traunstein - Schleierfahnder bringen mehrere gesuchte Straftäter bei Kontrollen in Reisezügen hinter Gitter.

Zwei reisende Berufskriminelle, einen Einmiet- und Zechbetrüger aus Österreich sowie einen ungarischen Dieb und Opferstockaufbrecher, konnten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein am vergangenen Montag aus Reisezügen auf der Fahrt von Salzburg nach München dingfest machen.

Beide Männer gingen mittlerweile hinter Gitter. Der Betrüger sitzt nun für vier Monate. Dem ungarischen Langfinger droht im Falle einer Verurteilung ein noch weitaus längerer Zwangsaufenthalt.

Wenn schon denn schon, sagte sich offensichtlich ein ausweis- und mittelloser 26-jähriger Österreicher und stieg am Montagvormittag gegen 9 Uhr ohne Fahrkarte in einen ICE der Deutschen Bahn. Auf der Fahrt von Salzburg nach München hatte es sich der „Schwarzfahrer“ bereits im Abteil bequem gemacht, als ihn die Schleierfahnder wegen eines offenen Haftbefehls wegen Betruges festnahmen. Resultierend aus einer Verurteilung aus dem Jahre 2008 muss der Oberösterreicher nun 118 Tage in der JVA absitzen, da er die alternativ geforderte Geldstrafe in Höhe von rund 2500 Euro nicht aufbringen konnte. In Begleitung der Fahnder musste der mehrfach wegen Einmiet- und Zechbetrug polizeilich in Erscheinung getretene Straftäter in Traunstein den Zug verlassen. Mit den bereits angeforderten Haftunterlagen der Kemptener Staatsanwaltschaft ging es unmittelbar danach in die nächste Haftanstalt. Mit der Festnahme konnte gleichzeitig ein schengenweiter Suchvermerk der österreichischen Justizbehörden erledigt werden.

Am frühen Nachmittag konnten die Schienenfahnder den nächsten Kleinkriminellen dingfest machen. Diesmal handelte es sich um einen allerdings „glücklosen“ Opferstockaufbrecher. Der in seiner Vergangenheit wegen diverser Eigentumsdelikten auffällige Ungar im Alter von 38 Jahren hatte versucht kirchliche Opferstöcke mittels Klebestreifen „abzufischen“ bzw. mit Hebelwerkzeug aufzubrechen. Zumindest in den zur Anzeige gebrachten fünf Fällen, alle begangen in der Zeit von Mai 2006 bis März 2007 in Nürnberger Stadtkirchen, musste der Magyar unverrichteter Dinge abziehen.

Zusätzlich war der Osteuropäer, den die Fahnder in einem Regionalzug nach München antrafen, wegen eines Verstoßes gegen seine Bewährungsauflagen zu verhaften. Trotz einer gerichtlich auferlegten Meldepflicht war der Mann nach Verbüßung einer mehrjährigen Haftstrafe wegen Diebstahls abgetaucht. Seit Mai 2006 war er auf der Flucht.

Pressemeldung Polizeiinspektion/Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © pa

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