Am Mittwoch auf der A8 bei Siegsdorf

Lkw-Fahrer mit fremder Fahrerkarte unterwegs - Anzeige folgt

Am Mittwoch, den 28. April, kurz vor Mitternacht, wurde auf der A8 Ost in Richtung München, Höhe der Anschlussstelle Traunstein/Siegsdorf, ein rumänischer Sattelzug, der Waren von Österreich nach den Niederlanden transportierte, aus dem Verkehr gezogen.

Am Steuer der Sattelzugmaschine saß ein 55-jähriger Kraftfahrer aus der Türkei. Bei der Kontrolle mussten die Beamte feststellen, dass der Türke auf eine fremde Fahrerkarte im digitalen Kontrollgerät fuhr. Durch die Benutzung einer zweiten, fremden Fahrerkarte, spiegelte er das Vorhandensein eines weiteren Fahrers vor. Durch diese unrechtmäßige Handlung verschaffte der Fahrer seiner Spedition einen klaren Wettbewerbsvorteil, da er vermeintlich länger hinter dem Steuer seines 40-Tonners sitzen konnte.

Die Fahrerkarte wurde sichergestellt, um weiteren Missbrauch auszuschließen. Doch damit nicht genug. Der türkische Lkw-Fahrer verfügte ferner nicht über die entsprechenden Qualifikationen als Berufskraftfahrer.

Der 55-jährige Mann wurde wegen Fälschung beweiserheblicher Daten und weiterer Delikte zur Anzeige gebracht. Für das zu erwartende Strafverfahren musste er eine Sicherheit in Höhe von mehreren hundert Euro hinterlegen.

Auch die rumänische Spedition konnte ihren Sattelzug erst nach Hinterlegung einer entsprechenden Kaution in Höhe eines knapp vierstelligen Eurobetrages  auslösen. Zudem musste die Spedition einen Ersatzfahrer, der mit den entsprechenden Dokumenten und Erlaubnissen ausgestattet war, beibringen.

Rubriklistenbild: © Jonas Güttler/dp

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