Schutzengel im Schneechaos bei Siegsdorf

Sattelzug havariert mitten auf der A8 - Reisebus kracht beinahe in Unfallstelle

Sattelzug havariert mitten auf der A8 - Reisebus kracht beinahe in Unfallstelle
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Symbolbild

Siegsdorf - Auf der A8 kam es am Montagabend beinahe zu einem schweren Unfall - ein besetzter Reisebus wäre fast in einen auf der A8 havarierten Lkw gekracht.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Am frühen Montagabend, gegen 18.30 Uhr, befuhren zwei bosnische Staatsbürger im Alter 24 und 22 Jahren mit ihrem Sattelzug die A8 in Richtung Salzburg.

Wegen herrschender Schneeglätte geriet der 22-jährige Fahrer am Reichhausener Berg ins Schleudern und walzte die Mittelschutzplanke nieder. Im Anschluss drehte sich der Sattelzug und kam eingeknickt entgegen der Fahrtrichtung im Ausfahrtsbereich der Anschlussstelle Siegsdorf-West zum Stehen. Durch den Anprall in die Schutzplanke riss der Dieseltank auf, welches sich in großen Mengen über die Fahrbahn verteilte.

Weder die beiden Lkw-Fahrer noch andere Verkehrsteilnehmer wurden hierbei verletzt oder geschädigt. Unfallursächlich waren die am Sattelzug komplett abgefahrenen Reifen auf der Antriebsachse. Der Fahrer musste eine entsprechende Sicherheitsleistung vor Ort begleichen. Ein örtliches Abschleppunternehmen barg den Sattelzug. Die Feuerwehren aus Bergen und Siegsdorf waren neben der Autobahnmeisterei Siegsdorf vor Ort, sicherten die Unfallstelle ab, reinigten die Fahrbahn und gewährleisteten den Brandschutz. Die Autobahn war bis 21.30 Uhr nur einspurig passierbar.

Den Vogel komplett schoss dann ein 55-jähriger kroatischer Busfahrer ab: Er war mit 15 Fahrgästen in einem Fernreisebus auf dem Weg nach Kroatien und passte seine Geschwindigkeit weder den Straßenverhältnissen, noch der zuvor geschalteten Gefahrenstelle in der Verkehrsbeeinflussungsanlage an.

Um im Gefälle nicht auf einen vorausfahrenden Pkw aufzufahren, lenkte der Busfahrer schlingernder Weise in den abgesperrten Unfallbereich und kam ca. 20 Meter vor den Einsatzfahrzeugen zum Stehen. Hier ist nur vom Glück zu sprechen, dass es zu keinem schwereren Unfall kam. Es wurden glücklicherweise nur vierr Pylonen „niedergemäht“. Auch dieser Fahrer wurde vor Ort nach entsprechender Belehrung zur Kasse gebeten und konnte letztlich seine Fahrt mit den geschockten Fahrgästen fortsetzen.

Die Verkehrsunfallaufnahme erfolgte durch Beamte der Verkehrspolizei Traunstein.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

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